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Aktualisieren STERN.DE RSS-Feed - Der Tag im Überblick  24.02.2020 03:41:41

Tagesaktuelle Nachrichten und News sowie faszinierende Bilder und Reportagen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Unterhaltung, Gesundheit, Reise, Kultur, Wissenschaft, Technik.
 

24.02.2020 03:36:25

Coronavirus: Vierter Patient in Italien gestorben - Zahl der Infizierten steigt auf 165


Nicht nur in China und Asien wütet das neuartige Coronavirus, sondern mittlerweile auch in Europa. Besonders Italien ist aktuell betroffen. Die Behörden haben wegen des plötzlichen Anstiegs an Krankheitsfällen elf Städte in den Regionen Lombardei und Venetien unter Quarantäne gestellt. Die Maßnahmen betreffen 52.000 Menschen.

Alle Nachrichten zum Coronavirus in unserem Ticker:   

+++ Vierter Patient mit Coronavirus in Italien gestorben +++

In Italien ist ein vierter mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Der 84-Jährige sei in der Nacht in einem Krankenhaus der Lombardei gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Nach Angaben des Präsidenten der Lombardei, Attilo Fontana, litt der Mann bereits an anderen Vorerkrankungen. Laut Fontana stieg die Zahl der Infizierten landesweit auf 165.

Italien hatte sich zuletzt zum größten Herd des neuartigen Virus in Europa entwickelt. Die meisten Fälle wurden in der norditalienischen Region Lombardei gemeldet, von dort stammen auch drei der vier Todesopfer. Seit dem ersten Todesfall am Freitag ergriffen die Behörden und die Regierung in Rom drastische Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen. Elf Ortschaften, zehn in der Lombardei und eine in Venetien, wurden abgeriegelt. Der Karneval in Venedig wurde abgebrochen und Spiele der ersten Fußball-Liga abgesagt.

+++ WHO-Experten erstmals seit Ausbruch von Covid-19 in Wuhan +++

Erstmals seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China haben Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die schwer betroffene Millionenmetropole Wuhan besucht. Eine von der WHO angeführte internationale Expertengruppe habe zwei Krankenhäuser besichtigt, teilte die Nationale Gesundheitskommission in China mit. Eine der Kliniken sei provisorisch in einem Sportzentrum eingerichtet worden.

 Der Besuch der WHO in Wuhan war der erste seit Ausbruch des Virus Ende vergangenen Jahres, über den die chinesischen Behörden berichteten. Die Expertengruppe traf demnach auch den Chef der chinesischen Gesundheitskommission, Ma Xiaowei, und andere Verantwortliche des Seuchenschutzes der Provinz Hubei, in der Wuhan liegt. Die WHO-Vertreter waren den Angaben zufolge vor mehr als einer Woche in China eingetroffen, um der Volksrepublik bei der Erforschung des Virus zur Seite zu stehen.

+++ Chinas Behörden lockern wegen Virus verhängte Reiserestriktionen für Wuhan etwas +++

Einen Monat nach der Verhängung drakonischer Reisebeschränkungen wegen des neuartigen Coronavirus für die chinesische Millionenmetropole Wuhan haben die Behörden die Restriktionen etwas gelockert. Menschen ohne Wohnsitz in der Stadt dürfen nun von dort unter bestimmten Voraussetzungen fortreisen, wie die Behörden mitteilten. Diese Voraussetzungen sind, dass sie keine möglichen Symptome der Infektionskrankheit zeigen und keinen Kontakt zu Coronavirus-Patienten hatten.

Auch Menschen, die zwingende Gründe für ein Verlassen der Stadt nachweisen, können den Angaben zufolge eine Ausreisegenehmigung erhalten. Zu diesen Gründen gehört etwa, dass sie auf die medizinische Behandlung anderer Krankheiten außerhalb von Wuhan angewiesen sind. Alle Ausreisewilligen bedürfen einer behördlichen Genehmigung. Sie müssen sich zudem an ihren chinesischen Zielorten bei den dortigen Behörden registrieren und zwei Wochen lang auf ihren Gesundheitszustand überwachen lassen.

+++ Zahl der Toten in China steigt stark an +++

Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist stark angestiegen. Die nationale Gesundheitskommission in Peking berichtete am Montag in Peking weitere 150 neue Covid-19-Todesfälle - so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Damit sind in der Volksrepublik schon 2592 Todesfälle zu beklagen. Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen kletterte weiter um 409. Insgesamt sind in Festlandchina damit schon 77.150 bestätigte Ansteckungen registriert. Die überwiegende Zahl der neuen Todesfälle und Infektionen mit dem Sars-CoV-2 genannten Coronavirus wurden aus der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet.

+++ Wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug in München angekommen +++

Der aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppte Eurocity ist mit mehrstündiger Verspätung am frühen Montagmorgen in München angekommen. Zahlreiche Passagiere - vereinzelt mit Gesichtsmasken, verließen den aus Venedig eingetroffenen Zug am Hauptbahnhof.

Den Zwangsstopp für zwei Züge am italienisch-österreichischen Grenzübergang hatten zwei Frauen ausgelöst, die Fieber und starken Husten hatten. Sie wurden aber nach Angaben des österreichischen Innenministeriums negativ auf das Virus getestet. Kurz vor Mitternacht hatten die österreichischen Behörden dann grünes Licht für die Weiterfahrt der rund 500 Reisenden gegeben.

+++ Am Brenner wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug darf weiterfahren +++

Der aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppte Eurocity nach München darf weiterfahren. Die österreichischen Behörden gaben am späten Abend grünes Licht für die Weiterreise des aus Venedig kommenden Zugs, wie ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mitteilte.

+++ Coronavirus-Verdacht: Österreich stellt Zugverkehr über Brenner ein +++

Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen hat Österreich den Zugverkehr mit Italien auf der zentralen Brenner-Route eingestellt. Die staatliche österreichische Eisenbahngesellschaft ÖBB teilte am Sonntagabend mit, alle Zugverbindungen über den italienisch-österreichischen Grenzübergang Brenner seien ausgesetzt, weil bei zwei aus Italien kommenden Bahn-Passagieren der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe.

+++ Weitere Patientin in Italien gestorben +++

 In Italien ist eine weitere mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Patientin gestorben. Eine 78-jährige Krebspatientin, bei der das Virus nachgewiesen wurde, sei gestorben, sagte der Chef der lombardischen Gesundheitsbehörde, Giulio Gallera, am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Ob das Coronavirus die Todesursache war, war zunächst unklar. In diesem Fall wäre die Frau das dritte Todesopfer durch den neuartigen Erreger in Italien.

Italien ist der größte Infektionsherd mit dem neuartigen Virus in Europa: 132 Infektionsfälle wurden bisher nachgewiesen. Am Freitag war ein 78-jähriger Mann an der durch den neuartigen Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Am Samstag starb eine alte Frau an dem Virus.    

Wegen des plötzlichen Anstiegs bei den Coronavirus-Fällen hatten die italienischen Behörden am Samstag elf Städte in den Regionen Lombardei und Venetien unter Quarantäne gestellt. Die Maßnahmen betreffen 52.000 Menschen. Am Sonntag wurde in Venedig der berühmte Karneval vorzeitig abgebrochen. Auch alle Sportveranstaltungen wurden bis einschließlich 1. März abgesagt.

+++ China-Rückkehrer aus Quarantäne in Berlin entlassen +++

20 China-Rückkehrer in Berlin sind aus der zweiwöchigen Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus entlassen worden. Am Sonntagmorgen durften die Menschen vom Isolierbereich auf dem Gelände der DRK Kliniken im Stadtteil Köpenick nach Hause, wie das Deutsche Rote Kreuz mitteilte. "Wir sind sehr erleichtert, dass bei keinem der Rückkehrer ein Coronavirus nachgewiesen werden konnte. Wir sind glücklich, dass die Isolation aufgehoben werden konnte. Die Belastung für alle Beteiligten war enorm", sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter laut einer Mitteilung.

coronavirus - quarantäne berlin
Am Sonntagmorgen durften die Menschen vom Isolierbereich auf dem Gelände der DRK Kliniken im Stadtteil Köpenick nach Hause (Archivbild)
© Emmanuele Contini

Ein vierter und letzter Test auf das Virus Sars-CoV-2 war am Freitag laut Gesundheitsverwaltung negativ ausgefallen. DRK-Mitarbeiter hatten sich im Schichtdienst um die Rückkehrer gekümmert. Die 16 Erwachsenen und vier Kinder hatten sich zuvor längere Zeit in der stark von dem Virus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten und waren ausgeflogen worden.

+++ Weiterer "Diamond Princess"-Passagier tot +++

Ein weiterer mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Passagier von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan ist gestorben. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Der Japaner in seinen 80ern war positiv getestet und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er verstarb. Es ist der dritte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes. 

Insgesamt hatten sich mehr als 600 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, darunter auch ein deutsches Ehepaar. 

+++ Infiziertenzahl steigt in Italien auf mehr als 100 +++

In Italien ist die Zahl bestätigter Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 auf 109 gestiegen. In der Lombardei seien inzwischen 89 Fälle erfasst, sagte der Präsident der am stärksten betroffenen Region, Attilio Fontana, dem Sender SkyTG24 am Sonntag. Betroffen war daneben die norditalienische Region Venetien, wo es laut letzten Zahlen des italienischen Zivilschutzes 17 Infizierte gab. Hinzu kamen einzelne positive Tests in den Regionen Emilia-Romagna und Piemont.

Mitgezählt sind auch die beiden Toten, eine 77-jährige Frau in der Lombardei und ein 78-jährigen Mann in Venetien. Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri sagte dem Sender SkyTG24, er gehe von weiter steigenden Fallzahlen aus. "Es ist klar, dass wir mehr Fälle haben werden." Er hoffe allerdings, dass sie räumlich beschränkt blieben.

+++ Israel: 180 Schüler müssen zwei Wochen in Quarantäne +++

Fast 200 israelische Schulkinder müssen zwei Wochen lang zuhause bleiben, weil sie mit südkoreanischen Touristen in Kontakt gekommen sein könnten, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Die zweiwöchige Quarantäne für 180 Schulkinder aus insgesamt drei Schulen beginne am Sonntag, teilte das israelische Bildungsministerium mit. Die Anweisung gelte auch für 18 Lehrer und einen Aufseher.

Südkoreanische Mitglieder der Sekte Shincheonji Church of Jesus hatten vom 8. bis 15. Februar eine Reihe israelischer Sehenswürdigkeiten besichtigt. Nach ihrer Rückkehr wurde bei 18 von ihnen das Coronavirus festgestellt. 

+++ Südkorea ruft höchste Warnstufe aus +++

Nach der rasanten Verbreitung des neuartigen Coronavirus in den vergangenen Tagen in Südkorea hat die Regierung die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Präsident Moon Jae In gab die Entscheidung laut seinem Büro am Sonntag bekannt. In einigen Tagen werde ein "kritischer Moment" im Kampf gegen Covid-19 erreicht sein, sagte Moon. Die Zentralregierung wie auch die Lokalregierungen sollten nicht zögern, beispiellose Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

+++ Karneval in Venedig wegen Coronavirus abgesagt +++

Der berühmte Karneval in Venedig wird aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt. Das teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit. "Wir müssen uns drastischen Maßnahmen anpassen", sagte Zaia Reportern in der Region Venetien. Dazu zähle die Absage des Venezianischen Karnevals "und sogar noch mehr".

Die eigentlich bis Dienstag stattfindenden Feste und Umzüge des Karnevals von Venedig gehören zu den größten und berühmtesten Veranstaltungen des weltweiten Narrentreibens.

+++ Italien: Regierung will betroffene Städte abriegeln +++

Die italienische Regierung will die Ausbreitung des Coronavirus im Norden des Landes stoppen und die am stärksten betroffenen Städte abriegeln. Das teilte die italienische Regierung am Samstagabend mit. "Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten", sagte Regierungschef Giuseppe Conte. Damit werden Zehntausende in diesen Gebieten lebende Menschen eingesperrt. 

Ministerpräsident Conte kündigte diese Notfallmaßnahme nach Krisengesprächen mit der Zivilschutzbehörde des Landes an. "Das Ziel ist es, die Gesundheit der italienischen Bevölkerung zu schützen", sagt Conte. Zunächst sollten die Sicherheitskräfte die betroffenen Regionen abriegeln. "Wenn nötig, werden es auch die Streitkräfte sein", fügte Conte hinzu. Wer versuche, die Absperrungen zu umgehen, dem drohe "strafrechtliche Verfolgung". Er setze dennoch auf Verständnis der Bevölkerung.

Ein Aussetzen der innereuropäischen Reisefreiheit im Rahmen der Schengen-Zone sei vorerst nicht vorgesehen, sagte Conte.

+++ Drei Serie-A-Spiele in Italien wegen Coronavirus abgesagt +++

Die italienische Regierung hat aufgrund der Ausbreitung des Coranavirus alle Sportveranstaltungen in der Lombardei und in Venetien für Sonntag abgesagt. Davon betroffen sind auch die drei Serie-A-Spiele Inter Mailand gegen Sampdoria Genua, Hellas Verona gegen Cagliari Calcio und Atalanta Bergamo gegen Sassuolo Calcio. Am Nachmittag war bereits das Zweitliga-Spiel zwischen Ascoli Calcio und US Cremonese abgesagt worden.

+++ Wieder fast 100 Tote in China - 648 neue Infektionen +++

In China sind erneut fast 100 Menschen dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete am Sonntag 97 weitere Tote, womit die Gesamtzahl der Opfer seit Ausbruch von Covid-19 in China auf 2442 gestiegen ist. Die Zahl neu bestätigter Infektionen kletterte um 648 auf 76.936. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang mehr als 1500 Infektionen und 19 Todesfälle bekannt. In Südkorea und Italien waren die Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 zuletzt sprunghaft gestiegen.

+++ Südkorea meldet weitere Todesfälle und Infizierungen +++

Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea haben die Gesundheitsbehörden des Landes zwei weitere Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gemeldet. Zudem sei die Zahl der Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben, über die Nacht zum Sonntag um 123 auf 556 gestiegen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention mit. Der Großteil der neuen Fälle konzentriert sich erneut auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und deren Umgebung. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf vier.

In keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo Covid-19 im Dezember ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionen gemeldet. Über 6000 Menschen wurden in Südkorea unter Quarantäne gestellt.

+++ Italien ergreift drastische Maßnahmen im Norden des Landes +++

Ärzte und Pfleger unter Quarantäne, Bars, Schulen, Kirchen und Sporthallen geschlossen: Rund ein Dutzend Städte in Norditalien haben drastische Maßnahmen ergriffen, nachdem dort mindestens 20 Fälle des Coronavirus diagnostiziert worden sind. Italien ist das erste europäische Land, in dem Einheimische an dem Virus starben. Mit landesweit mindestens 30 Infektionsfällen ist es zugleich das am stärksten von der Epidemie betroffene Land Europas.     

Am Freitag meldete Italien das erste europäische Opfer durch das Coronavirus: Adriano Trevisan, ein 78-jähriger pensionierter Maurer aus einem kleinen Dorf in Venetien. Am Samstagmorgen starb eine 75 Jahre alte Italienerin in der Nachbarregion Lombardei. Beide waren wegen anderer Krankheiten ins Hospital eingeliefert worden und wurden dann positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. 

+++ Zahl der Infizierten in Südkorea innerhalb von 24 Stunden verdoppelt +++

Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea hat sich die Zahl der infizierten Menschen in dem Land innerhalb von 24 Stunden mehr als verdoppelt. Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention meldeten im Verlauf des Samstags 229 neue Fälle. Nach 142 Fällen über Nacht seien bis zum Nachmittag (Ortszeit) 87 hinzugekommen. Damit stieg die Zahl der Menschen, die sich mit dem Erreger der zuerst in China ausgebrochenen Krankheit angesteckt haben, in Südkorea auf 433. Bisher gab es dort zwei Todesfälle in Verbindung mit dem Virus Sars-CoV-2.

+++ Medien: Coronavirus fordert zweites Todesopfer in Italien +++

In Italien gibt es nach Medienberichten ein zweites Todesopfer durch das neuartige Coronavirus. Eine Frau aus der nördlichen Region Lombardei sei an den Folgen der Krankheit gestorben, meldete die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag. Am Freitag war ein 78-Jähriger in der Lombardei am Coronavirus gestorben.

In der Lombardei und in der benachbarten Region Venetien waren in den vergangenen Tagen rund 30 Fälle des neuartigen Virus diagnostiziert worden. Aus Furcht vor einer weiteren Ausbreitung der Viruserkrankung ordneten die Behörden in mindestens zehn lombardischen Städten die sofortige Schließung von Schulen, Behörden und sonstigen öffentlichen Gebäuden an. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollen in den betroffenen Orten mindestens für eine Woche geschlossen bleiben.

+++ Weiterer Corona-Toter im Iran +++

Ein weiterer Mensch ist im Iran an den Folgen des Coronavirus gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag steigt die Zahl der toten Covid-19-Patienten in dem Land damit auf fünf. Außerdem sei die Zahl der positiv getesteten Patienten von 11 auf 28 gestiegen.

Die Berichte haben im Iran wenige Wochen vor dem persischen Neujahrsfest am 20. März für Verunsicherung gesorgt. Viele Menschen befürchten, dass es weitaus mehr Tote und Infizierte gibt als bislang bekannt. In der Hauptstadt Teheran sind in fast allen Drogerien, Apotheken und Supermärkten Desinfektionsmittel ausverkauft. 

+++ Coronavirus könnte Aufschwung bei Konjunktur verzögern +++

Der Ausbruch des Coronavirus in China könnte eine Erholung der Konjunktur in Deutschland und neue Impulse für den Arbeitsmarkt verzögern. Davon gehen Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute aus, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. "Die Frühjahrsbelebung fällt erwartungsgemäß schwach aus", sagte Marc Schattenberg von der Deutschen Bank. Seine Kollegin Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe hält sogar ein leichtes Schrumpfen der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal für möglich.

Allerdings werde die Zahl der Arbeitslosen im Februar zurückgehen. Schattenberg und Utermöhl rechnen saisonbereinigt mit einem Rückgang um 5000 auf 2,272 Millionen Menschen bundesweit. Der Beschäftigungsaufbau spiele sich aber ausschließlich im Dienstleistungssektor ab, sagte Utermöhl. Die Industrie kranke noch immer und könnte unter Lieferengpässen in Folge des Coronavirus aus China noch mehr leiden. "Das ist ein Nackenschlag für die Erholung der Konjunktur", sagte Schattenberg. Ein Ende der konjunkturellen Talsohle, das eigentlich im ersten Quartal 2020 erwartet worden war, könnte sich somit bis ins zweite oder dritte Quartal verzögern.

+++ Passagiere von Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Berlin gelandet +++

Mehrere Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das wegen des Coronavirus zwei Wochen im japanischen Yokohama unter Quarantäne stand, sind in Berlin eingetroffen. An Bord einer italienischen Maschine landeten sie am Samstagmorgen im militärischen Teil des Flughafens Tegel, wie das Auswärtige Amt auf Twitter mitteilte. Dort sollten sie von einem Amtsarzt im Empfang genommen und untersucht werden. Laut Behörden sollten die Rückkehrer zwei Wochen lang zu Hause isoliert werden. Über die Berliner Passagiere hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag gesagt, diese seien negativ auf das neuartige Coronavirus Sars CoV-2 getestet worden.

Die Rückkehrer waren auf der "Diamond Princess" gewesen, die wegen des grassierenden Virus bis Mittwoch unter Quarantäne gestanden hatte. Mehrere Hundert Passagiere erkrankten und wurden in Krankenhäuser gebracht, wo zwei von ihnen starben. 970 negativ getestete Passagiere haben seit Ende der Quarantäne das Schiff verlassen.

+++ Erneut mehr als 100 Neuinfektionen in China +++

Dem Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 109 Menschen zum Opfer gefallen. Zudem sei die Zahl der neu bestätigten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 um 397 auf nun 76.288 Fälle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission in Peking am Samstag mit. Die mit Abstand meisten Todesfälle und Infektionen wurden erneut aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet, wo die Covid-19 genannte Lungenkrankheit ursprünglich in der Millionenstadt Wuhan ausgebrochen war. Außerhalb des chinesischen Festlands sind bislang 15 Tote und mehr als 1300 Infektionen bestätigt worden, 16 davon in Deutschland.

+++ Italien meldet ersten Coronavirus-Toten +++

Italien hat den ersten Todesfall durch das Coronavirus gemeldet. Bei dem Opfer handele es sich um einen 78-jährigen Italiener, der zuvor positiv auf das Virus getestet worden war, sagte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitagabend. Der Mann sei wegen einer anderen Krankheit seit etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden.

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Viruserkrankung hatten die Behörden am Freitag bereits in mindestens zehn norditalienischen Städten die sofortige Schließung von Schulen, Behörden und sonstigen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollten in den betroffenen Orten mindestens für eine Woche geschlossen bleiben, teilte Gesundheitsminister Speranza nach einer Krisensitzung mit, die wegen mehr als ein Dutzend neuer Infektionsfälle in Norditalien einberufen worden war.

14 Menschen wurden nach Angaben der Behörden in der Lombardei in und um die Kleinstadt Codogno positiv auf das Virus getestet. Zwei weitere Fälle waren in der Region Venetien von örtlichen Behörden bestätigt worden. 

+++ Fünf Kinder unter Corona-Rückkehrern - alle wohlauf +++ 

Die 15 Rückkehrer aus der besonders vom neuen Coronavirus betroffenen chinesischen Provinz Hubei sind wohlauf. "Allen geht es gut", sagte Stefan Brockmann, vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg. "Wir konnten sie etwas müde, aber doch sehr zufrieden in Empfang nehmen." Dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zufolge sind unter den Rückkehrern vier Familien. Insgesamt handelt es sich demnach um zehn Erwachsene und fünf Kinder. Das jüngste sei noch kein Jahr, das älteste fünf Jahre alt.

In China waren laut baden-württembergischen Sozialministerium alle 15 negativ auf das Virus getestet worden. Direkt nach ihrer Ankunft in einem grauen Airbus der Luftwaffe wurden auch in Stuttgart noch einmal Tests gemacht. Die Ergebnisse werden laut DRK noch heute Abend erwartet. 

+++ Israel meldet erste Infektion +++

Israel hat seine erste Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Ein Passagier des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess", das wegen des Virus in Japan zwei Wochen unter Quarantäne stand, sei bei seiner Heimkehr positiv auf den Erreger getestet worden, teilte die israelische Regierung mit. Bei rund einem Dutzend weiteren heimgekehrten "Diamond Princess"-Passagieren aus Israel sei das Virus hingegen nicht nachgewiesen worden.

+++ Im Iran zwei weitere Todesopfer durch Coronavirus +++

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im Iran ist auf 18 gestiegen - davon vier mit tödlichem Ausgang. Von den 13 neuinfizierten Menschen seien zwei gestorben, teilte der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, am Freitag via Twitter mit.     Die ersten Infektionen im Iran waren am Mittwoch aus der zentraliranischen Stadt Kom gemeldet worden. Von den nun vermeldeten Neuinfektionen wurden sieben in Kom registriert, vier aus der Hauptstadt Teheran und zwei aus Gilan am Kaspischen Meer. 

+++ Erneut junger Arzt an Coronavirus gestorben +++

In der chinesischen Millionenmetropole Wuhan ist erneut ein junger Arzt am neuartigen Coronavirus gestorben. Der 29-jährige Peng Yinhua starb am Donnerstag, nachdem er sich bei der Arbeit am Volkskrankenhaus Nummer eins des Bezirks Jiangxia in Wuhan angesteckt hatte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Er ist eines der jüngsten bekannten Opfer.    

Peng war demnach Experte für Atemwegserkrankungen und kritische Erkrankungen und wollte während der Ferien zum chinesischen Neujahrsfest heiraten. Wegen der Epidemie verschob er seine Hochzeit jedoch. Peng sei "nie dazu gekommen, seine Hochzeitseinladungen zu verschicken, die noch immer in seiner Büroschublade liegen", berichtete Xinhua. 

+++ Erst Impfstoff könnte ab April an Menschen gestetet werden +++

Ein erster Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus dürfte nach Einschätzung der chinesischen Behörden ab Ende April bei Menschen getestet werden. Mehrere Forscherteams arbeiteten mit unterschiedlichen Techniken an der Entwicklung eines Impfstoffs, sagte der chinesische Vize-Forschungsminister Xu Nanping am Freitag bei einer Pressekonferenz in Peking. "Der erste dürfte gegen Ende April in klinischen Tests erprobt werden."    

Der Vize-Direktor von Chinas Nationaler Gesundheitskommission, Zeng Yixin, erläuterte die unterschiedlichen Methoden bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Die chinesischen Forscher verwenden demnach unter anderem deaktivierte Viren oder produzieren mit Gentechnik Proteine, die als Antikörper gegen den Erreger dienen sollen. Ein weiterer Ansatz ist die Modifizierung von bestehenden Grippe-Impfstoffen. Einige der Substanzen würden derzeit an Tieren getestet, sagte Zeng.

+++ Ein Coronavirus-Patient in Italien im kritischem Zustand +++

In Norditalien liegt ein 38-jähriger Coronavirus-Patient in sehr ernstem Zustand im Krankenhaus, wie Behörden am Freitag mitteilten. Der Mann habe sich in Italien angesteckt bei einem Treffen mit einem Bekannten, der aus China gekommen war. Dieser sei inzwischen positiv auf das Sars-CoV-2 genannte Virus getestet worden, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Giulio Gallera, den Gesundheitsbeauftragen der Lombardei. Der 38-jährige infizierte Kranke wird den Angaben nach isoliert im Hospital der Kleinstadt Codogno in der Provinz Lodi behandelt. Seine Frau und eine weitere Person hätten sich ebenfalls angesteckt und seien im Krankenhaus. Der China-Rückkehrer liege in Mailand im Hospital.

Im Krankenhaus von Codogno würden Ärzte, Krankenschwestern und andere Patienten auf das Coronavirus getestet, erläuterte Giulio Gallera. Kontaktpersonen seien aufgefordert worden, ihre Wohnungen vorerst nicht zu verlassen. 

In Italien war erstmals am 30. Januar bei einem älteren Touristen-Paar aus China das Virus festgestellt worden. Das Urlauberpaar aus Wuhan wurde auf eine Isolierstation am Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom gebracht. Die beiden befinden sich nach Angaben der Ärzte dort auf dem Weg der Besserung.

+++ Coronavirus verbreitet sich in Chinas Gefängnissen +++

 In chinesischen Gefängnissen in mindestens drei Provinzen des Landes haben sich bislang mehr als 450 Insassen und 7 Aufseher mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Betroffen seien Haftanstalten in der schwer von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina, aber auch in Ostprovinzen Zhejiang und Shandong, wie die Zeitung "Global Times" an Freitag berichtete. 

Als Konsequenz seien Verantwortliche der Haftanstalten und Justiz in Zhejiang und Shandong ihrer Posten entbunden worden. Allein in der Provinz Hubei seien 220 Infektionen gemeldet worden - in einem "handschriftlichen Bericht" der Gefängnisverwaltung, weil es kein computerbasiertes Meldesystem gebe, wie die Zeitung berichtete. 

Im Rencheng-Gefängnis in Shandong gebe es weitere 207 Infektionen, darunter 7 Polizeibeamte. Der Parteichef des Justizverwaltung der Provinz sei entlassen worden, weil er den Ausbruch nicht verhindert habe, so die Zeitung. Auch in der Provinz Zhejiang seien in der Shilifang-Haftanstalt 34 Insassen infiziert, berichtete das Blatt auf Twitter. Sie seien zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden. 

In den engen und überfüllten chinesischen Gefängnis mit schlechter medizischen Versorgung könne sich das Virus leicht ausbreiten, zitierte die "Global Times" einen Beamten, der namentlich nicht genannt werden wollte. "Es ist nicht einfach, mit mangelhaften medizinischen Einrichtungen in Haftanstalten verdächtige Patienten zu entdecken und die Übertragungswege rechtzeitig zu unterbinden."

+++ Südkoreas Präsident spricht von ernster Situation +++

Angesichts des rapiden Anstiegs von Coronavirusinfektionen in Südkorea hat Präsident Moon Jae In von einer "ernsthaften Situation" gesprochen. Er habe bei einem Treffen mit Premierminister Chung Sye Kyun dazu aufgerufen, "rasche und starke" Gegenmaßnahmen zu ergreifen, teilte Moons Büro am Freitag mit. Nach Angaben der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention kamen über Nacht 52 neue Fälle hinzu. Damit stieg die Zahl der Infizierten auf 156. Am Donnerstag hatten die Behörden den ersten Todesfall in Südkorea in Verbindung mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Nach Berichten südkoreanischer Sender handelte es sich um einen 63-Jährigen, der wegen einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus im südöstlichen Cheongdo behandelt wurde. Bei ihm sei das Virus nach dem Tod nachgewiesen worden.

Sorge bereitet den Behörden die mittlerweile landesweite Ausbreitung des Virus. Die Mehrzahl der Neu-Infektionen wurden erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu erfasst. Doch wurden in den vergangenen Tagen auch neue Fälle in anderen Regionen gemeldet, einschließlich Seoul und der südlichen Ferieninsel Jeju. Die Hauptstadt Seoul verbot bis auf Weiteres Kundgebungen in der Innenstadt.

+++ Deutsche Passagiere der "Diamond Princess" werden aus Japan ausgeflogen +++

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan verbliebenen Deutschen werden mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio erfuhr, ist der Abflug für Freitagabend 22 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) geplant. Das Schiff hatte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zwei Wochen lang im japanischen Yokohama unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv auf den Erreger getestet worden und liegt im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher will mit seiner japanischen Frau aus München noch einige Tage in Tokio bleiben. Die übrigen sechs Passagiere aus Deutschland reisen mit anderen Europäern mit dem Flieger aus Italien aus. Die Maschine werde zuerst einen Zwischenstopp in Berlin machen, hieß es.

Zudem werden mehr als ein Dutzend Rückkehrer aus der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen Millionenmetropole Wuhan in Zentralchina werden am Freitag in Stuttgart erwartet.

+++ China meldet wieder mehr als 100 neue Virus-Tote +++

Am Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 118 Patienten gestorben - damit gibt es nun bereits 2236 gemeldete Todesfälle in der Volksrepublik. Innerhalb eines Tages sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 889 auf insgesamt 75.465 Fälle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission am Freitag in Peking mit. Experten rechnen allerdings mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer.

Knapp die Hälfte der offiziell neu bestätigten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus wurden aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet. Der Anstieg fiel den zweiten Tag in Folge niedriger aus, nachdem China erneut die Zählweise in der Statistik geändert hatte.

+++ Angst vor Coronavirus: Bewohner sperren Straße zu Quarantänestation +++ 

Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus Sars-Co-V2 haben in der Zentralukraine Anwohner eine Verbindungsstraße zu einer Quarantänestation blockiert. Dabei sei es auch zu Rangeleien mit der Polizei gekommen, teilte die Behörde in Poltawa am Donnerstag mit. Auch in westukrainischen Städten gab es ähnliche Proteste.

Impfstoff Coronavirus 16.13Es ist geplant, Dutzende Ukrainer in einem Sanatorium der ukrainischen Nationalgarde in der Ortschaft Nowi Sanschary knapp 300 Kilometer östlich von Kiew unterzubringen. Sie wurden neben anderen Staatsangehörigen am Donnerstag mit einem Charterflug aus der chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen. An Bord befinden sich 45 Ukrainer und 27 Angehörige anderer Staaten. Alle Passagiere müssen für zwei Wochen in Quarantäne, wie es vom Gesundheitsministerium hieß.

+++ EZB-Vize besorgt wegen möglicher Auswirkungen des Coronavirus +++ 

Die möglichen wirtschaftlichen Folgen der Virusepidemie treiben die Europäische Zentralbank (EZB) um. "Der Ausbruch des Coronavirus und seine möglichen Auswirkungen auf das weltweite Wachstum sorgt für neue Unsicherheit", sagte EZB-Viepräsident Luis de Guindos am Donnerstag in Frankfurt laut Redetext. Zwar wiesen einige Umfragen darauf hin, dass sich die konjunkturelle Lage in der Euro-Zone leicht verbessere. Nach wie vor würden aber die Gefahren für das Wirtschaftswachstum überwiegen. Vor diesem Hintergrund benötige die Konjunktur weiterhin eine "starke Unterstützung" durch die Geldpolitik, sagte der Stellvertreter von Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde 

+++ Dutzende Fälle von Coronavirus in südkoreanischer Sekte +++ 

Eine Sekte hat sich zu einer Brutstätte des neuartigen Coronavirus in Südkorea entwickelt: Allein 38 Mitglieder der Religionsgemeinschaft Shincheonji Church of Jesus in der Stadt Daegu erkrankten bisher an dem Virus, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Sie steckten sich demnach bei einer 61-jährigen Anhängerin der Sekte an, die Virustests zunächst verweigert hatte und weiter zu religiösen Messen gegangen war. 

Nach Behördenangaben wurden rund tausend Menschen, die zuvor die gleichen Gottesdienste wie die erkrankte Frau besucht hatten, aufgerufen, sich in eine selbst auferlegte Quarantäne zu begeben. Die Behörden forderten die Einwohner von Daegu auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Die Notaufnahmen aller großen Krankenhäuser wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.

+++ Zwei Passagiere der "Diamond Princess" gestorben +++

Zwei mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind gestorben. Wie der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf Regierungskreise in Tokio berichtete, handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin. Sie waren positiv getestet und vom Schiff ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie nun starben. Damit beklagt Japan inzwischen drei Todesopfer infolge von Virus-Infektionen im Land. Unterdessen ging die Ausschiffung der Passagiere der in Yokohama liegenden "Diamond Princess" weiter.

Bis zum Vortag waren 621 Infektionen unter den Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes nachgewiesen worden. Alle Betroffenen kamen in Krankenhäuser. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens bis Freitag dauern, hatte die Regierung erklärt.

+++ Zwei Coronavirus-Patienten im Iran gestorben +++

Im Iran sind zwei mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Sie seien im Krankenhaus in der Schiiten heiligen Stadt Ghom verstorben, sagt der Chef der medizinischen Fakultät der Universität der Nachrichtenagentur Mehr. "Zwei Iraner, die heute positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden, sind an Atemwegserkrankung gestorben". Erst Stunden zuvor hatte ein Regierungssprecher bestätigt, dass es die ersten beiden Fälle im Iran gibt.

+++ China weist gleich drei Journalisten des "Wall Street Journals" aus +++

Aus Protest gegen einen als beleidigend empfundenen Kommentar im "Wall Street Journal" zum Ausbruch der Lungenkrankheit weist China drei Korrespondenten der Zeitung aus. Ihnen werde mit sofortiger Wirkung die Akkreditierung entzogen, teilte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang, am Mittwoch vor der Presse in Peking mit. Es ist das erste Mal in der jüngeren Geschichte der Volksrepublik, dass gleich mehrere Korrespondenten einer internationalen Nachrichtenorganisation des Landes verwiesen werden. 

Vizebürochef Josh Chin und Reporter Chao Deng, die US-Bürger sind, sowie Reporter Philip Wen, ein Australier, wurden aufgefordert, China innerhalb von fünf Tagen zu verlassen, berichtete die Zeitung. Die ungewöhnliche Ausweisung verschärft die Spannungen zwischen China und den USA. Washington war am Vortag gegen fünf chinesische Staatsmedien vorgegangen, indem diese künftig als direkte Organe der kommunistischen Führung in Peking stärker reglementiert werden. 

Auslöser der chinesischen Verärgerung ist ein Meinungsbeitrag des Kolumnisten Walter Russell Mead im "Wall Street Journal" vom 4. Februar mit der Überschrift: "China ist der wahre kranke Mann Asiens." Die Wortwahl erinnert an die Beschreibung des innerlich zerrissenen Chinas Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, als das Land durch die Kolonialmächte ausgebeutet wurde - eine Zeit, die heute in China als das "Jahrhundert der Demütigung" beschrieben wird. Der chinesische Außenamtssprecher beklagte, der Titel, den das Blatt gewählt habe, trage ein "rassistisches Stigma". Der Beitrag verunglimpfe die Regierung in Peking und die Bemühungen des chinesischen Volkes im Kampf gegen die Lungenkrankheit.

+++ Puma mit starkem Jahr 2019 - Probleme mit Coronavirus +++

Mit erheblichen Steigerungen bei Umsatz und operativem Gewinn hat der fränkische Sportartikelhersteller Puma im vergangenen Jahr das geschäftlich beste Jahr seiner Geschichte erlebt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 18,4 Prozent auf 5,502 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Björn Gulden am Mittwoch in Herzogenaurach sagte. Der operative Gewinn legte um 30,5 Prozent auf 440 Millionen Euro zu.

Für das laufende Geschäftsjahr befürchtet Puma allerdings Einbußen durch das Coronavirus in Asien. China ist der zweitgrößte Markt nach den USA für Puma und mit einer Wachstumsrate von 40 Prozent im vergangenen Jahr das sich am schnellsten entwickelnde Geschäftsfeld. "Der Geschäftsbetrieb in China ist derzeit aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen der Behörden stark beeinträchtigt", sagte Gulden. "Das Geschäft in anderen Märkten, vor allem in Asien, leidet unter dem Ausbleiben chinesischer Touristen."

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+++ Nach Quarantäne: Japan lässt "Diamond Princess"-Passagiere an Land +++

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus sind am Mittwoch die ersten Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan gegangen. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen an Bord werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit.

In Kambodscha mussten ebenfalls noch Kreuzfahrturlauber auf ihre Heimreise warten, darunter mehrere Deutsche. Alle 781 dort verbliebenen Reisenden der "Westerdam" seien negativ getestet worden, teilte die Reederei Holland America Line unter Berufung auf das kambodschanische Gesundheitsministerium mit.

Als erste Gruppe in Japan sollen rund 500 vor allem ältere Passagiere, die negativ auf den Erreger getestet und abschließend von Ärzten an Bord befragt wurden, die "Diamond Princess" verlassen. Sie würden in die Innenstadt von Yokohama oder zu anderen Bahnhöfen im Raum der Tokioter Nachbar-Metropole gebracht, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Vor dem Schiff fuhren Busse auf. Wer negativ auf das Virus getestet wurde, aber engen Kontakt mit später positiv getesteten Personen hatte, muss bis auf weiteres an Bord zur Beobachtung bleiben.

+++ Audi und BMW in China wieder im Normalbetrieb +++

Nach den Einschränkungen durch das neuartige Coronavirus produzieren Audi und BMW in China wieder. Die Produktion laufe seit Montag wieder, sagte ein BMW-Sprecher. Eine Audi-Sprecherin sagte, sowohl in der Produktion im Joint Venture als auch in allen anderen Geschäftsbereichen sei wieder Normalbetrieb erreicht. Zuvor hatte die "Automobilwoche" über die Wiederaufnahme des Betriebs bei Audi berichtet.

Audis Marketing- und Vertriebsvorständin, Hildegard Wortmann sagte der Branchenzeitung über die Geschäfte in China: "Im Moment treten Kunden überwiegend online in Kontakt mit Audi, darauf fokussieren wir aktuell auch unsere Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten. In den Showrooms und bei den Händlern passiert, je nach Region, gerade weniger."

+++ DIHK rechnet mindestens mit Produktionsverzögerungen +++

Der DIHK rechnet wegen des Virus mindestens mit Produktionsverzögerungen in Deutschland. Die Befürchtung bestehe, dass die Bänder in China weiter stillstünden, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier in Berlin. Zwei Prozent aller Vorleistungen der deutschen Unternehmen kämen aus der Volksrepublik, in vielen Branchen seien es aber deutlich mehr, beispielsweise in der Elektroindustrie mit knapp 13 Prozent. Konkret seien die Bremsspuren aber noch nicht abschätzbar.

+++ Russland hält starke wirtschaftliche Folgen für möglich +++

Die russische Wirtschaft spürt die Folgen der Virus-Epidemie noch nicht sehr stark. Das sagt der stellvertretende russische Wirtschaftsminister Aser Talybow in Berlin. Das werde sich aber ändern, sollten sich die Produktionsprobleme im Nachbarland China fortsetzen. Viele Lieferketten seien dann betroffen.

 +++ Weitere Patienten in Bayern gesund aus Klinik entlassen +++

Die meisten der insgesamt 14 Menschen in Bayern, die sich seit Ende Januar mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert hatten, sind inzwischen gesund in ihren Alltag zurückgekehrt. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, sind derzeit noch vier der Betroffenen im Krankenhaus. Sie werden in der München Klinik Schwabing betreut und sind weitestgehend symptomfrei. Voraussichtlich könnten sie bald ebenfalls das Krankenhaus verlassen, hieß es.

Coronavirus StudieAlle 14 Coronavirus-Infektionen im Freistaat standen im Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto. Eine chinesische Kollegin hatte den Erreger bei einer Dienstreise im Januar unwissentlich eingeschleppt. Dabei hatten sich einige Mitarbeiter angesteckt, teils infizierten sich auch Angehörige.

Zu den Voraussetzungen für eine Entlassung zählen mehrere negative Tests auf das Virus. Die Kriterien hat das Robert Koch-Institut in Berlin festgelegt.

+++ Kein Coronavirus bei China-Rückkehrern in Berlin +++

Bei den 20 China-Rückkehrern in Berlin lässt sich weiter kein Coronavirus Sars-CoV-2 nachweisen. Die jüngsten Tests auf das Covid-19-Virus seien erneut negativ ausgefallen, sagte Lena Högemann, Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Deutschen und ihre Familienangehörigen hatten sich in der schwer von Sars-CoV-2 betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten und waren vor mehr als einer Woche nach Berlin geflogen worden. Zwei Wochen sollen die 16 Erwachsenen und 4 Kinder im Stadtteil Köpenick in Quarantäne bleiben. Gebe es weiter keinen Virus-Nachweis, könnten die Rückkehrer die Isolierstation an diesem Sonntag verlassen, ergänzte Högemann.

+++ Fukushima-Betreiber warnt Arbeiter vor Schutzanzug-Mangel wegen Coronavirus +++

Das neuartige Coronavirus hat womöglich auch bald Auswirkungen auf die Arbeiter im 2011 havarierten japanischen Atomkraftwerk in Fukushima. Wegen der Virus-Epidemie sei die Herstellung der in China gefertigten speziellen Schutzanzüge in Gefahr, erklärte der Akw-Betreiber Tepco am Dienstag. Deshalb müssten die Angestellten stattdessen möglicherweise bald Plastikregenmäntel tragen. Das Personal, das die nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami zerstörte Anlage aufräumt, trägt spezielle Schutzmäntel. Diese verhindern, dass sich radioaktiver Staub auf der Kleidung oder dem Körper festsetzt. Tepco braucht etwa 6000 dieser Schutzmäntel pro Tag.    

DeutscheKreuzfahrt"Wir könnten wegen des Covid-19-Ausbruchs Schwierigkeiten haben, bestimmte spezielle Artikel von unseren üblichen Lieferanten zu bekommen", sagte ein Tepco-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben zum Beispiel Mäntel mit durchsichtigen Taschen, durch die der Dienstausweis und ein Strahlungsmessgerät sichtbar sind. Es ist möglich, dass dieselben Produkte nicht erhältlich sind", fügte er hinzu. In diesem Fall wäre Tepco gezwungen, auf im Handel erhältliche Produkte wie Plastikregenmäntel zurückzugreifen, sagte der Sprecher. Auswirkungen auf die Sicherheit hat das nach Angaben des Unternehmens nicht, da die Schutzmäntel nicht dazu bestimmt seien, die Arbeiter vor Strahlung zu schützen.

In Fukushima hatte sich im März 2011 infolge des Erdbebens und des Tsunamis das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986 ereignet. Tepco und die japanische Regierung schätzen, dass sie rund 40 Jahre brauchen werden, um die Schäden zu beheben.

+++ Düstere Expertenprognose: Coronavirus-Epidemie noch bis Ende April +++

Die Epidemie der neuen Lungenkrankheit Covid-19 wird sich nach Einschätzung eines Experten in China möglicherweise erst Ende April stabilisieren. "Das ist eine sehr grobe Schätzung", sagte Zhong Nanshan, Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung, am Dienstag. Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs sei nach derzeitigem Stand voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. Unterdessen nehmen die wirtschaftlichen Auswirkungen zu. Auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess" in Japan wurden weitere Infektionen nachgewiesen - am Mittwoch sollte dort die Ausschiffung der noch rund 3000 Menschen an Bord beginnen.

Coronavirus aus Labor neben Wuhans Fischmarkt? 17.18Nach einer von Chinas Gesundheitsbehörde vorgestellten Analyse sterben im Land 2,3 Prozent der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten. Betroffen seien weiterhin vor allem alte Menschen und solche mit schweren Vorerkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Bei Menschen über 80 Jahren liege die aus den bisher vorliegenden Daten errechnete Todesrate bei knapp 15 Prozent, berichtete die Behörde am Dienstag, es sterben also in dieser Altersgruppe in China im Mittel etwa 15 von 100 Infizierten. In der Gruppe der 10 bis 39 Jahre alten Menschen sterben 0,2 Prozent der Infizierten, also etwa 2 von 1000 Betroffenen. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle - der Gesundheitsbehörde zufolge mehr als 80 Prozent - zeigen Menschen, die sich mit dem Covid-19-Erreger angesteckt haben, nur milde Symptome. Knapp 14 Prozent der Betroffenen entwickeln demnach schwere Symptome wie Atemnot, knapp 5 Prozent lebensbedrohliche Auswirkungen wie Atemstillstand, septischen Schock oder Multiorganversagen.

+++ Menschen auf "Diamond Princess" vor der Ausschiffung +++

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 sollen an diesem Mittwoch die ersten Menschen von Bord des Kreuzfahrtschiffes in Japan gehen dürfen. Die Ausschiffung werde voraussichtlich bis Freitag dauern, teilte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Dienstag mit. Die Zahl der mit Sars-CoV-2 infizierten Passagiere und Crewmitglieder war am Vortag um weitere 99 auf 454 gestiegen. Alle Infizierten wurden in Kliniken gebracht. Inzwischen sollen auch von allen noch an Bord verbliebenen Passagieren der "Diamond Princess" Proben genommen worden sein, berichteten japanische Medien unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die Ergebnisse waren zunächst nicht bekannt.

+++ "Westerdam"-Reisende warten noch auf Testergebnisse +++

Die auf dem Kreuzfahrtschiff Westerdam" in Kambodscha gestrandeten rund 1000 Menschen, darunter auch deutsche Passagiere, müssen sich noch in Geduld üben. Die Coronavirus-Testergebnisse lagen am Dienstag noch nicht für alle vor. Bis alles geklärt sein, werde es wahrscheinlich einige Tage dauern, teilte die Reederei Holland America Line am Montag mit.

Apple und CoronaAm Wochenende war überraschend bei einer Passagierin auf der Heimreise ein Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen. Viele hatten da schon das Schiff verlassen. Nun müssen laut Reederei dort noch 255 Passagiere und 747 Crewmitglieder auf eine Klärung warten.

+++ Nach Kritik an Präsident Xi Jinping: Aktivist festgenommen +++

Nach Kritik an Chinas Präsident Xi Jinping wegen seines Umgangs mit der Coronavirus-Epidemie hat die chinesische Polizei nach Angaben von Amnesty International den bekannten Aktivisten Xu Zhiyong festgenommen. Der Anti-Korruptions-Aktivist sei im Dezember untergetaucht und am Samstag gefasst worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP wurde Xu in der südchinesischen Stadt Kanton festgenommen. Die dortige Polizei äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

+++ Französische Regierung: Entwicklung zur Pandemie ernstzunehmende Gefahr +++

Nach Einschätzung der französischen Regierung besteht das Risiko, dass sich die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zur Pandemie entwickelt. Dies sei zugleich "eine Arbeitshypothese und eine ernstzunehmende Gefahr", sagt der neue Gesundheitsminister Olivier Veran dem Hörfunksender France Info. Frankreich könne mit allen Möglichkeiten umgehen, das Gesundheitssystem sei stabil und gut entwickelt. Von einer Pandemie wird gesprochen, wenn sich eine Krankheit über Länder oder sogar Kontinente hinweg ausbreitet. Eine Epidemie ist auf eine Region begrenzt.

+++ Schüler in Shanghai müssen zu Hause bleiben +++

Schüler in Shanghai müssen bis auf weiteres von zu Hause aus lernen, weil die Schulgebäude als Vorkehrung gegen eine Ausbreitung des Coronavirus geschlossen bleiben. Ab März werden dafür Online-Kurse angeboten, wie die Schulbehörde mitteilt.

+++ Gewichtheber verlegen Meisterschaften +++

Die Asienmeisterschaften im Gewichtheben sind wegen des Ausbruchs des Coronavirus in China von Kasachstan nach Usbekistan verlegt worden. Kasachstan erlaube Chinesen derzeit keine Einreise und habe die Titelkämpfe zurückgegeben, berichtete der olympische Branchendienst "Inside the Games". Nunmehr soll das Championat vom 16. bis 25. April in Taschkent stattfinden. Die Asienmeisterschaften sind ein wichtiges Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Tokio. Der Gewichtheber-Weltverband drängt darauf, dass auch chinesische Sportler teilnehmen dürfen.

+++ Krankenhausdirektor in Wuhan stirbt an Coronavirus +++

Zum ersten Mal ist in China ein Krankenhauschef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan, sei am Montag gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur China News. Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hätte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19-Lungenkrankheit sterben würde. Am Freitag war schon eine 59-jährige Krankenschwester desselben Hospitals an der Lungenkrankheit gestorben.

Das Coronavirus stürzt die Kreufahrt ins Chaos: "Maßnahmen wie im 14. Jahrhundert" 16.33Im Kampf gegen das Sars-CoV-2-Virus haben sich schon mehr als 1700 medizinische Helfer wie Ärzte und Pflegekräfte angesteckt. Bis Ende vergangener Woche waren schon mindestens sechs Helfer daran gestorben, wie das chinesische Staatssender CCTV berichtet hatte. Der überwiegende Teil der Betroffenen war demnach in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Einsatz, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus ausgebrochen war.

+++ WHO: Sars-CoV-2-Neuinfektionen gehen laut Daten aus China wohl zurück +++

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in China geht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wohl zurück. Das deuteten Daten zu 44.000 Fällen an, die China der WHO zur Verfügung gestellt habe, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Es ist zu früh, um zu sagen, dass dieser Rückgang andauern wird. Alle Szenarien sind weiterhin möglich." Darüber hinaus zeigten die Daten, dass Covid-19 wohl nicht so tödlich sei wie vergleichbare Erkrankungen wie Sars oder Mers. 

Die WHO betonte erneut, dass das neuartige Virus außerhalb von China nur einen sehr kleinen Anteil der Menschen betreffe. Forderungen nach drastischeren Maßnahmen wie allgemeinen Reiseverboten wies die UN-Behörde zurück. "Alle Maßnahmen müssen der Situation angemessen sein", sagte Tedros. WHO-Experte Michael Ryan ergänzte: "Es gibt kein Nullrisiko auf der Welt - für gar nichts."


Alle vorhergehenden Entwicklungen der Cornavirus-Ausbreitung lesen Sie hier: 

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24.02.2020 03:29:44

News von heute: CDU plant offenbar Sonderparteitag am 25. April oder 9. Mai


Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • China verschiebt Nationalen Volkskonrgress wegen Coronavirus (9.36 Uhr)
  • CDU plant offenbar Sonderparteitag am 25. April oder 9. Mai (9.33 Uhr)
  • US-Präsident Trump in Indien eingetroffen (8.03 Uhr)
  • Nachfrage nach Elektro-Autos steigt (4.18 Uhr)
  • Buttigieg zweifelt Vorwahlergebnis von Nevada an (2.48 Uhr)

Alle Neuigkeiten zum Coronavirus finden Sie hier.

Die Nachrichten des Tages:   

+++ 10.18 Uhr: Malaysias Premierminister Mahathir reicht Rücktritt an +++

Malaysias Premierminister Mahathir Mohamad hat beim König seinen Rücktritt eingereicht; seine Partei Bersatu kündigte die Regierungskoalition auf. Das teilten das Büro des 94-Jährigen und Bersatu mit.

Am Wochenende waren Spekulationen laut geworden, wonach Mahathir verhindern wolle, dass sein designierter Nachfolger Anwar Ibrahim an die Macht kommt. Die beiden früheren Rivalen waren zur Wahl 2018 ein "Bündnis der Hoffnung" eingegangen und hatten überraschend gewonnen. Damals hatte Mahathir mit Anwar vereinbart, ihm binnen zwei Jahren das Amt des Premiers zu übergeben.

+++ 10.13 Uhr: Werteunion gegen jede Unterstützung der CDU für Ramelow +++

Die konservative Werteunion hat sich klar gegen eine Hilfe der CDU für die Wahl des Linken Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten Thüringens gestellt. "Die CDU hat ein unmissverständliches Kooperationsverbot gegenüber Links- und Rechtsaußen", sagte der Bundesvorsitzende der Gruppe, Alexander Mitsch,. Jedwede Unterstützung für den Linke-Kandidaten würde demnach gegen die Statuen der Partei verstoßen. Dazu zählt die Werteunion auch eine Enthaltung bei der Wahl, falls dadurch Ramelow gewählt werden würde.

+++ 09.36 Uhr: China verschiebt Nationalen Volkskongress wegen Coronavirus +++

Wegen der Coronavirus-Epidemie verschiebt China die jährliche Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Über einen neuen Termin für das eigentlich im März geplante zehntägige Treffen entscheide der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei zu einem späteren Zeitpunkt, berichtete der Staatssender CCTV. Es ist demnach die erste Verschiebung des Volkskongresses seit der Kulturrevolution.

+++ 09.33 Uhr: Kreise: CDU plant Sonderparteitag am 25. April oder 9. Mai +++

Die CDU will ihren neuen Vorsitzenden voraussichtlich auf einem Sonderparteitag am 25. April oder am 9. Mai in Berlin wählen. Endgültig stehe der Termin noch nicht fest, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Parteikreisen. Unklar war zunächst weiterhin, ob sich - wie von einem Großteil der Parteispitze gewünscht - auf dem Sonderparteitag eine Kampfkandidatur vermeiden lässt. Die von vielen erhoffte Teamlösung für den künftigen Parteivorsitz schien am Vormittag auf der Kippe zu stehen.

+++ 09.23 Uhr: Klöckner: Teamlösung für Parteivorsitz richtig +++

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hat sich erneut für eine Lösung der Führungskrise der Partei mit einem Team ohne Kampfkandidaturen ausgesprochen. "Eine Teamlösung halte ich für richtig. Aber das wird nur funktionieren, wenn nicht jeder als Bedingung formuliert, dass er die Nummer eins ist. Das wird sicherlich nicht gut funktionieren", sagte Klöckner vor Beginn der Beratungen der CDU-Führungsgremien über Konsequenzen aus dem Desaster bei der Hamburg-Wahl am Sonntag und zur Lösung der Führungskrise in Berlin. Mit Teamlösung ist eine vorherige Absprache der Kandidaten gemeint, um Kampfkandidaturen zu vermeiden.

+++ 09.22 Uhr: Steinmeier beginnt Staatsbesuch in Kenia +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen dreitägigen Staatsbesuch in Kenia begonnen. Zum Auftakt wurde er vom kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta mit militärischen Ehren und 21 Salutschüssen begrüßt. Beide führten anschließend ein Gespräch miteinander.

Am Morgen hatte sich Steinmeier bereits mit Vertretern der kenianischen Zivilgesellschaft getroffen und mit diesen über die Situation in dem ostafrikanischen Land gesprochen. Vorgesehen ist auch ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern beider Staaten.

+++ 08.48 Uhr: CDU-Vize Strobl setzt auf Teamlösung für CDU-Führung +++

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl hat sich klar für eine Teamlösung für die künftige Parteiführung ausgesprochen. "Ich glaube, dass es viele Qualitäten bei einzelnen Bewerber gibt. Und wenn wir jeden an die Stelle nehmen, wo er seine Qualitäten am ehesten zur Geltung bringen kann, kann das eine gute Formation werden", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin".

Am besten wäre es laut Strobl, wenn sich der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz, NRW-Regierungschef Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn schnell untereinander verständigten. "Dann hätten wir auch ganz kurzfristig, nämlich sofort, eine Lösung. Dann wäre klar, wie es mit der CDU in Deutschland weitergeht." Über den weiteren offiziellen Kandidaten, den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, sprach Strobl hingegen nicht.

+++ 08.03 Uhr: US-Präsident Donald Trump in Indien eingetroffen +++

US-Präsident Donald Trump ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Indien eingetroffen. Der indische Premierminister Narendra Modi begrüßte Trump nach der Ankunft in der westlichen Stadt Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat. Es ist Trumps erste Reise nach Indien als Präsident. Trumps Weg in die Stadt war gesäumt von Plakaten, die den US-Präsidenten und seine Gattin Melania Trump mit Slogans wie "Zwei starke Nationen, eine große Freundschaft" begrüßten. Tausende Schaulustige standen Spalier, um Trump willkommen zu heißen.

Nach der Ankunft wollten Trump und Modi in der Millionenstadt in einem neuen Cricket-Stadion vor rund 100.000 Menschen auftreten. Trump wollte dort nach Angaben der US-Regierung für eine Stärkung der Beziehung der beiden großen Demokratien werben. Neben Reden Modis und Trumps waren dort auch Gesangs- und Tanzeinlagen geplant.

+++ 04.18 Uhr: Nachfrage nach Elektroautos steigt +++

Die Nachfrage nach Elektroautos und Hybriden in Deutschland ist deutlich gestiegen. Die beiden Onlinevermittler Meinauto.de und Carwow haben in den vergangenen Monaten kräftige Zuwächse bei den entsprechenden Anfragen festgestellt, wie sie auf Anfrage mitteilten. "Wir sehen seit Oktober einen massiven Anstieg des Interesses", sagte Carwow-Mitgründer Philipp Sayler von Amende. In der ersten Februar-Hälfte lag dort der Anteil der Anfragen, die sich auf Elektroautos und Hybride bezogen, bei 29 Prozent, bei den Verkäufen über die Plattform waren es sogar 34 Prozent.

Bei Meinauto.de hat sich der Anteil der elektrifizierten Antriebe bei den Anfragen seit dem Sommer verdreifacht, der bisherige Höhepunkt wurde im Dezember mit fast 18 Prozent der Anfragen erreicht. Die Verteilung der Antriebe auf den beiden Plattformen entspricht zwar nicht den Anteilen an den Neuzulassungen, weil sie vor allem internetaffine Privatkunden ansprechen. Ein starker Anstieg der Nachfrage ist aber ein deutliches Indiz dafür, dass später auch die Neuzulassungen ansteigen - wegen der Lieferzeiten für die Fahrzeuge allerdings mit einer deutlichen Verzögerung.

+++ 04.03 Uhr: Lieferengpässe bei Schutzmasken +++

In vielen Apotheken sind Schutzmasken seit Wochen ausverkauft - und sie bekommen kaum Nachschub. "Es gibt wirklich erhebliche und umfängliche Lieferengpässe", sagte Thomas Porstner, Geschäftsführer beim Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (PHAGRO). Zulieferer wie der oberfränkische Vlies-Hersteller Sandler berichten von Materialknappheit. Die verstärkte Nachfrage in letzter Zeit sei auf das neuartige Coronavirus zurückzuführen, so ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. "Im Alltag ist das aber unsinnig", sagte Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie ihn Pfleger und Ärzte bei Eingriffen tragen, schütze nicht vor einer Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2. Richtige Atemschutzmasken mit eingebautem Filter seien nur im medizinischen Bereich sinnvoll.Buttigieg zweifelt Ergebnis Nevada an 7.48

+++ 02.48 Uhr: Drittplatzierter Buttigieg zweifelt Vorwahl-Ergebnisse in Nevada an +++

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Pete Buttigieg hat Zweifel an den Ergebnissen der Vorwahl in Nevada angemeldet und seine Platzierung in Frage gestellt. Buttigiegs Wahlkampfteam habe die Demokratische Partei in Nevada am Sonntag in einem Brief wegen festgestellter "Unregelmäßigkeiten" zur Veröffentlichung bestimmter Abstimmungsdaten und der Berichtigung von angeblichen Fehlern aufgefordert, berichteten mehrere US-Medien. Laut dem Sender CNN steht Buttigieg nach Auszählung von mehr als 85 Prozent der Wahlbezirke mit rund 13 Prozent klar an dritter Stelle. Vor ihm liegen demnach der frühere US-Vizepräsident Joe Biden mit rund 21 Prozent und der linke Senator Bernie Sanders als eindeutiger Sieger mit rund 47 Prozent.

+++ 01.57 Uhr: Israelische Armee greift Ziele im Gazastreifen und in Syrien an +++

Nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee laut eigenen Angaben Ziele in dem Palästinensergebiet sowie auch in Syrien bombardiert. Die israelischen Angriffe hätten sich gegen Stellungen der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad gerichtet, teilten die israelischen Streitkräfte mit. Der Islamische Dschihad ist auch in Syrien aktiv.

Zuvor am Abend waren den Armee-Angaben zufolge aus dem Gazastreifen 20 Raketen auf Israel abgefeuert worden. Zehn davon seien vom israelischen Raketenabwehrsystem abgefangen worden, andere seien in unbewohnten Gebieten eingeschlagen. Zu möglichen Toten oder Verletzten machte die israelische Armee zunächst keine Angaben. Der Islamische Dschihad bekannte sich zu dem Raketenbeschuss.


24.02.2020 03:21:10

Glitzer und politischer Protest beim Wettstreit der Sambaschulen in Rio


Mit viel Strass, Pailletten und teils unverhüllter Kritik am brasilianischen Präsidenten hat in Rio de Janeiro der traditionelle Wettstreit der Sambaschulen begonnen. In der Nacht zu Montag defilierten sieben der insgesamt 13 Sambaschulen durch das Sambodrom und präsentierten ihre ebenso fantasievollen wie glitzernden Shows und meterhohen Festwagen. Ein Jahr nach dem Amtsantritt des umstrittenen ultrarechten Staatschefs Jair Bolsonaro verbanden viele Gruppen das Karnevalsspektakel mit politischen Botschaften.

"Dieser Karneval enthält viel Protest, weil wir wollen, dass die Welt sieht, was hier passiert", sagte die als Riesen-Edelstein kostümierte Camila Rocha kurz vor dem Einzug ins Sambodrom. "Es gibt viele Menschen, die gegen diese sehr extreme Regierung sind." Das diesjährige Motto ihrer Sambaschule Estacio de Sa - "Steine" - ist eine Anspielung auf die Verwandlung der Erde in eine unwirtliche Mondlandschaft, sollte die Regierung Bolsonaros die Amazonaswälder nicht besser schützen. Im ihrem ersten Amtsjahr stieg die Abholzung in Brasiliens Amazonasgebiet um rund 85 Prozent.

Bolsonaro hat die brasilianische Bevölkerung tief gespalten. Seine ultrarechte Politik richtet sich gegen viele Themen, die den Karnevalisten in dem südamerikanischen Land wichtig sind: Diversität, Homosexualität, Umweltschutz und Kunst.

Die Sambaschule Mangueira, Siegerin des Wettstreits im vergangenen Jahr, erzählte die Rückkehr von Jesus, der mit Dornenkrone in geflickter Jeansjacke mit Anhängern in einem Armenviertel von Rio tanzt, bevor die Gruppe von mit Knüppeln bewaffneten Polizisten aufgelöst und Jesus direkt angegriffen wird: Eine Metapher für die stark angestiegene Polizeigewalt in den Favelas im vergangenen Jahr.

In einem ihrer Lieder singt die Sambaschule von Jesus mit "schwarzem Gesicht, dem Blut der Ureinwohner und dem Körper einer Frau". Damit zog sich die Gruppe bereits im Vorfeld den Zorn der evangelikalen Christen zu, die zu den wichtigsten Unterstützern Bolsonaros gehören. In einem Schreiben an Mangueira bezichtigten sie die Gruppe der "Blasphemie".

Andere Sambaschulen haben Themen wie Falschnachrichten im Präsidentschaftswahlkampf 2018 oder die Rechte von Frauen und Schwarzen gewählt.

Die erfolgreichste Sambaschule in der Geschichte des Landes, Portela, wollte ihre Show dem Ureinwohnervolk Tupinamba widmen, das vor der Ankunft der Portugiesen im Gebiet von Rio de Janeiro lebte. Portela kritisiert in einem ihrer Lieder Bolsonaro, einen ehemaligen Kapitän der Marine, und den umstrittenen Bürgermeister der Millionenstadt, Marcelo Crivella, der zugleich Bischof einer der größten evangelikalen Gemeinden Brasiliens ist: "Unsere Gemeinschaft hat keine Partei oder Fraktion, sie hat keinen Bischof und verbeugt sich vor keinem Kapitän."

Crivella hat den weltberühmten Karneval in Rio seit seinem Amtsantritt 2016 immer wieder offen kritisiert und die finanziellen Zuschüsse von umgerechnet einst 5,8 Millionen Euro für die Sambaschulen kontinuierlich gekürzt. In diesem Jahr erhalten die 13 Sambaschulen erstmals überhaupt kein Geld von der Stadt.

In der Nacht zum Dienstag präsentieren sich die anderen sechs Sambaschulen. Jede hat eine Stunde Zeit, um die Jury und die 70.000 Zuschauer im Sambodrom zu überzeugen. Millionen Menschen verfolgen das Spektakel im Fernsehen. Derweil hält der Straßenkarneval in Rio de Janeiro bereits seit einer Woche an.


24.02.2020 03:19:00

Haushaltstrick: Frischetest: So erkennen Sie, ob Eier noch gut sind


Verdorbene Zutaten können ein Gericht schnell ungenießbar machen – oder die Gesundheit gefährden. Ob ein Ei noch gut ist, kann ganz einfach mit verschiedenen Testverfahren in der Küche festgestellt werden.


24.02.2020 03:05:14

Vierter Patient mit Coronavirus in Italien gestorben


In Italien ist ein vierter mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Der 84-Jährige sei in der Nacht in einem Krankenhaus der Lombardei gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Nach Angaben des Präsidenten der Lombardei, Attilo Fontana, litt der Mann bereits an anderen Vorerkrankungen. Laut Fontana stieg die Zahl der Infizierten landesweit auf 165.

Italien hatte sich zuletzt zum größten Herd des neuartigen Virus in Europa entwickelt. Die meisten Fälle wurden in der norditalienischen Region Lombardei gemeldet, von dort stammen auch drei der vier Todesopfer. Seit dem ersten Todesfall am Freitag ergriffen die Behörden und die Regierung in Rom drastische Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen.

Elf Ortschaften, zehn in der Lombardei und eine in Venetien, wurden abgeriegelt. Der Karneval in Venedig wurde abgebrochen und Spiele der ersten Fußball-Liga abgesagt.


24.02.2020 03:01:16

Teamlösung auf der Kippe?: Kreise: CDU plant Sonderparteitag am 25. April oder 9. Mai


Die CDU will ihren neuen Vorsitzenden voraussichtlich auf einem Sonderparteitag am 25. April oder am 9. Mai in Berlin wählen. Endgültig stehe der Termin noch nicht fest, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Parteikreisen.

Unklar war zunächst weiterhin, ob sich - wie von einem Großteil der Parteispitze gewünscht - auf dem Sonderparteitag eine Kampfkandidatur vermeiden lässt. Die von vielen erhoffte Teamlösung für den künftigen Parteivorsitz schien am Vormittag auf der Kippe zu stehen.

Eine solche Lösung ohne eine Kampfkandidatur sei weiterhin ein Ziel, die Chancen seien aber ungewiss, erfuhr die dpa aus der Partei. Mit Teamlösung in einer Art Spitzenformation ist eine vorherige Absprache der Kandidaten gemeint, um Kampfkandidaturen zu vermeiden.

Die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte sich am Morgen bereits vor der Präsidiumssitzung mit einem engsten Führungskreis unter anderem aus ihren Stellvertretern zu Beratungen in der Parteizentrale getroffen. Daran nahm unter anderem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet teil, der neben Ex-Fraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn und dem ehemaligen Umweltminister Norbert Röttgen als möglicher Kandidat gilt. Als einziger hat bisher Röttgen seine Kandidatur angemeldet. Merz und Röttgen gehören den CDU-Spitzengremien nicht an.

Bei den Beratungen soll es auch um die Frage gehen, wie man sich künftig gegenüber der Linkspartei und der AfD positioniert. Die Parteispitze hat sich bislang klar gegen jede Zusammenarbeit mit beiden Parteien ausgesprochen.

CDU-Vize Julia Klöckner sprach sich erneut für eine Lösung der Führungskrise der Partei ohne Kampfkandidaturen aus. «Eine Teamlösung halte ich für richtig. Aber das wird nur funktionieren, wenn nicht jeder als Bedingung formuliert, dass er die Nummer eins ist. Das wird sicherlich nicht gut funktionieren», sagte sie vor Beginn der Beratungen der CDU-Führungsgremien.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erwartet eine schnelle Lösung der Führungskrise. «Wir werden relativ rasch nach meiner Überzeugung die Dinge klären», sagte er bei einem Eintreffen an der Parteizentrale in Berlin. Auf die Frage, ob er an eine Teamlösung glaube, sagte Bouffier: «Ich glaube an den lieben Gott. Und ansonsten müssen wir sehen, dass wir Ordnung kriegen.» Er ergänzte: «Ich gehe davon aus, dass wir heute Entscheidungen treffen.»

Erneut erteilte Bouffier einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei in Thüringen eine klare Absage. «Es bleibt dabei, wir haben mit der AfD nichts zu tun. Mit denen machen wir auch nichts. Aber daraus folgt ja nicht automatisch, dass wir dann mit den Linken etwas machen», sagte er. Am besten für Thüringen sei einen rasche Neuwahl.


24.02.2020 02:51:23

China verschiebt Nationalen Volkskongress wegen Coronavirus


Wegen der Coronavirus-Epidemie verschiebt China die diesjährige Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Über einen neuen Termin für das eigentlich im März geplante Treffen entscheide der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei zu einem späteren Zeitpunkt, berichtete am Montag der Staatssender CCTV. Es ist demnach die erste Verschiebung des Volkskongresses seit der Kulturrevolution.

Die Nationale Volkskongress tritt seit 35 Jahren immer im März zusammen. Die rund 3000 Delegierten versammeln sich in der Großen Halle des Volkes in Peking. Die nächste zehntägige Sitzung hätte eigentlich am 5. März beginnen sollen.

In der Volksrepublik haben sich inzwischen mehr als 77.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, mehr als 2500 Menschen starben dort bislang an den Folgen der Erkrankung.

Es wird vermutet, dass der Erreger auf einem Markt in der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan von einem Wildtier auf den Menschen übergegangen ist. Der Ständige Ausschuss des Politbüros beriet deshalb bei seiner Sitzung am Montag auch darüber, den Handel mit Wildtieren zu verbieten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.


24.02.2020 02:48:30

Dokumentation: «Russland von oben»: Von Tundra bis Taiga


Nicht die Vereinigten Staaten, nicht Kanada, China und auch nicht Indien: Das flächenmäßig größte Land dieses Planeten, das ist Russland.

Siebzehn Millionen Quadratmeter Fläche, elf Zeitzonen, annähernd 150 Millionen Einwohner, sowie, mit Moskau, die mit mehr zwölf Millionen Einwohnern größte Stadt Europas. In dieser Russland-Dokumentation des preisgekrönten Regie-Duos Petra Höfer und Freddie Röckenhaus («Deutschland von oben») sind neben riesigen Städten auch einsame Landschaften und die unterschiedlichsten Tierarten, sind Wüsten, Wälder und Wasserfälle zu sehen.

Die zwei Stunden lange Doku bietet den Kinobesuchern einen besonderen Blick auf den Baikalsee und das Wolgadelta, das größte Flussdelta Europas, in dem alljährlich zehn Millionen Vögel überwintern.

Russland von oben, Deutschland 2019, 120 Min., FSK ab 0, von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus


24.02.2020 02:48:13

Thriller: «Der Unsichtbare»: Film mit Elisabeth Moss


Cecilia Kass ist mit einem reichen und gewalttätigen Wissenschaftler verheiratet. Um der Ehehölle zu entkommen, flieht sie mit Hilfe ihrer Schwester und Freunden.

Dann erreicht sie die Nachricht, dass ihr Mann Selbstmord begangen haben soll und ihr große Teile seines Vermögens hinterlassen hat. Doch stimmt das wirklich oder ist das eine Falle des Verlassenen? Tatsächlich passieren schon bald seltsame Dinge in Cecilias Umgebung.

Die Hauptrolle in diesem Thriller hat Elisabeth Moss übernommen, die derzeit mit der TV-Serie «The Handmaid's Tale: Der Report der Magd» große Erfolge feiert. «Der Unsichtbare» basiert auf einem Roman von H.G. Wells und ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Films von James Whale aus den 1930er Jahren.

Der Unsichtbare, USA, Australien 2020, noch keine Angaben zur Länge und FSK, von Leigh Whannell, mit Elisabeth Moss, Oliver Jackson-Cohen, Aldis Hodge


24.02.2020 02:47:44

Justizdrama: «Just Mercy»: Michael B. Jordan kämpft gegen Todesstrafe


Ende der 1980er Jahre kommt Bryan Stevenson (Michael B. Jordan, «Creed», «Black Panther») als junger Anwalt vom Jura-Studium an der Elite-Universität Harvard.

Ihm stünden alle Türen offen, doch er entscheidet sich nach Alabama zu ziehen, um dort an Fällen mit zu Unrecht zum Tode Verurteilten zu arbeiten. Sein erster großer Fall wird Walter McMillian (Jamie Foxx, «Ray»), ein schwarzer Holzhändler, der ein weißes, 18-jähriges Mädchen umgebracht haben soll.

Es fehlt an Beweisen und der einzige Zeuge ist ein Krimineller mit vielen Gründen zu lügen. Stevenson und Anwältin Eva Ansley (Brie Larson) beginnen trotz einer übermächtigen Justiz einen jahrelangen Kampf gegen das Todesurteil.

Just Mercy, USA 2020, 137 Min., FSK ab 12, von Destin Daniel Cretton, mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx, Brie Larson


24.02.2020 02:47:16

Mit Star-Besetzung: «The Gentlemen»: Gangsterkomödie von Guy Ritchie


Mit seinem neuen Film «The Gentlemen» kehrt Kultregisseur und Drehbuchautor Guy Ritchie zu dem Genre zurück, das ihn Ende rund um die Jahrtausendwende berühmt gemacht hat. Die Gangsterkomödie, die in London spielt, dreht sich um Drogen und Gewalt.

Dafür holte Ritchie ein herrliches Starensemble vor die Kamera. Oscar-Gewinner Matthew McConaughey («Dallas Buyers Club») spielt den amerikanischen Drogenbaron Mickey Pearson, «Downton Abbey»-Star Michelle Dockery seine Frau Rosalind. Und Hugh Grant («Notting Hill») amüsiert als schmieriger Privatdetektiv Fletcher, der Pearson zu erpressen versucht.

Als Pearson sein millionenschweres Marihuana-Imperium verkaufen und sich aus dem Drogengeschäft zurückzuziehen will, bringt er eine Reihe von ungewollten Ereignissen in Gang, die auch ein paar Todesfälle zur Folge haben. Zwei Jahrzehnte nach Kultfilmen wie «Bude Dame König Gras» und «Snatch» gelingt Guy Ritchie mit «The Gentlemen» einer seiner witzigsten und originellsten Filme.

The Gentlemen, Großbritannien 2020, 113 Min., FSK ab 16, von Guy Ritchie, mit Matthew McConaughey, Hugh Grant, Charlie Hunnam, Colin Farrell,


24.02.2020 02:45:19

Bundespräsident in Ostafrika: Steinmeier beginnt Staatsbesuch in Kenia


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen dreitägigen Staatsbesuch in Kenia begonnen. Zum Auftakt wurde er am Montag vom kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta mit militärischen Ehren und 21 Salutschüssen begrüßt. Beide führten anschließend ein Gespräch miteinander.

Am Morgen hatte sich Steinmeier bereits mit Vertretern der kenianischen Zivilgesellschaft getroffen und mit diesen über die Situation in dem ostafrikanischen Land gesprochen. Vorgesehen ist auch ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern beider Staaten.

Es ist der erste Staatsbesuch eines Bundespräsidenten, obwohl die Bundesrepublik Kenia 1963 als erster Staat völkerrechtlich anerkannt hatte, nachdem die ehemalige britische Kronkolonie die Unabhängigkeit erkämpft hatte.

In einem am Montag in der kenianischen Zeitung «Daily Nation» erschienenen Interview rief Steinmeier die Europäer dazu auf, sich stärker dem afrikanischen Kontinent zuzuwenden und enger mit ihm zusammenzuarbeiten. «Ich werbe dafür, dass wir in Europa einsehen: Eine gute Zukunft Afrikas ist für unsere Entwicklung und für die Entwicklung unseres ganzen Planeten von entscheidender Bedeutung.»

Steinmeier sagte der Zeitung weiter, Deutschland und Kenia seien als wichtige Länder in ihrer jeweiligen Region «natürliche Partner bei der Bewältigung von Zukunftsaufgaben». Es gebe viele Themen, bei denen beide Staaten von einer engeren Zusammenarbeit profitieren könnten. «Dazu zähle ich den Kampf gegen den Klimawandel, den wir immer stärker spüren.» Ein weiteres Thema sei die Digitalisierung. Steinmeier betonte: «Deutschland schätzt Kenia als wichtigen Stabilitätsanker in der Region Ostafrika.»


24.02.2020 02:44:00

Coole Gangsterkomödie: Film mit Topstars: «The Gentlemen» von Guy Ritchie


London (dpa) - Mit dem Disney-Erfolg «Aladdin» bewies der britische Regisseur Guy Ritchie, dass er sogar buntes Familienkino kann, und rehabilitierte sich damit auch nach dem Fantasy-Flop «King Arthur».

Mit seinem neuen Film «The Gentlemen» kehrt der 51-Jährige nun zu seinen Anfängen zurück: Die hervorragend besetzte Gangsterkomödie spielt in London und erinnert an Ritchies frühe Erfolge «Bube Dame König Gras» und «Snatch». Auch «The Gentlemen» dreht sich um Drogen, Gewalt, derbe Sprüche und groteske Zufälle. Und um Gangsterrap.

Oscar-Gewinner Matthew McConaughey («Dallas Buyers Club») spielt den smarten US-Amerikaner Mickey Pearson. Der Oxford-Absolvent hat in seiner britischen Wahlheimat ein millionenschweres Marihuana-Imperium aufgebaut, das er nun verkaufen will. Doch sein geplanter Ausstieg aus dem illegalen Geschäft ruft mehr Interessenten auf den Plan, als Pearson lieb ist. Das führt zu einigen Todesfällen in und um London. Und dann sind auch noch russische Gangster involviert.

Hugh Grant («Notting Hill») ist absolut köstlich als schmieriger Privatdetektiv Fletcher, der Pearson zu erpressen versucht. Für den Herausgeber einer Boulevard-Zeitung sollte er eigentlich Pearsons Verbindungen zu einem unbedeutenden britischen Royal und dessen heroinabhängiger Tochter erforschen. Dabei bekommt er aber deutlich mehr vor die Linse als geplant. Seine Informationen hat Filmliebhaber Fletcher zu einem Drehbuch verarbeitet, das er Pearsons rechter Hand Raymond (Charlie Hunnam) für schlappe 20 Millionen Pfund anbietet. Andernfalls droht er mit Veröffentlichung in der Presse.

Fletchers nicht immer ganz akkurate Erzählungen bilden den Rahmen für diese vielschichtige, unterhaltsame Gangster-Posse. «The Gentlemen» begeistert mit witzigen Dialogen, überraschenden Wendungen und großartig schrägen Charakteren, vor allem dem urkomischen Fletcher. Schon lange nicht mehr auf romantische Komödien festgelegt, stiehlt der 59-jährige Hugh Grant in dieser Rolle allen die Show. Zum Kaputtlachen, wie er dem unbeeindruckten Raymond während seines Erpressungsversuchs auch noch peinliche sexuelle Avancen macht.

McConaughey ist als Amerikaner in London mal wieder unschlagbar cool. «Wenn du der König des Dschungels sein willst, reicht es nicht, sich wie ein König aufzuführen», erklärt er aus dem Off, während er im Pub ein Pint und ein eingelegtes Ei bestellt. «Du musst der König sein.» Mindestens genauso cool ist «Downton Abbey»-Star Michelle Dockery als taffe Rosalind, die nichts aus der Ruhe bringt.

Dazu gesellen sich unter anderem Henry Golding («Last Christmas») als Möchtegern-Gangsterboss Dry Eye und - ebenfalls herrlich - Colin Farrell («Brügge sehen... und sterben?») als prolliger Boxtrainer, den alle nur Coach nennen. Als einige von Coachs Schülern eine von Pearsons Drogenplantagen überfallen und dort ein Gangsterrap-Video drehen, sorgt er dafür, dass sie den Schaden wieder gutmachen. Einen echten Gentleman sucht man in Ritchies neuem Film aber vergebens.

Es dauert eine Weile, bis man als Zuschauer überhaupt begreift, worum es in dieser cleveren Geschichte eigentlich geht. Doch nach und nach ergibt alles einen Sinn, und Ritchie fügt alle Enden der verstrickten Handlung nahtlos zusammen. 20 Jahre nach «Snatch» zeigt der Regisseur und Drehbuchautor, dass die Gangsterkomödie mit derbem Humor und zwielichtigen Charakteren immer noch seine Spezialität ist.

«The Gentlemen» ist witzig, spannend und steckt voller origineller Details und Gags. In Guy Ritchies bunter Filmografie, die neben «Aladdin» zwei «Sherlock Holmes»-Adaptionen mit Robert Downey Jr. und den Agentenfilm «Codename U.N.C.L.E.» umfasst, gehört sein neuer Film tatsächlich zu den unterhaltsamsten. Prädikat: Kultverdächtig.

- The Gentlemen, Großbritannien 2020, 113 Min., FSK ab 16, von Guy Ritchie


24.02.2020 02:43:39

Mit Wrestler John Cena: Komödie erzählt vom «Chaos auf der Feuerwache»


Eigentlich sind Feuerwehrmann Jake Carson und sein Team hart im Nehmen. Sie sind Profis, die wissen, wie sie mit extremsten Situationen umzugehen haben.

Bei einem Einsatz aber kommen sie dann doch an ihre Grenzen: Die Feuerwehrmänner müssen drei Geschwister retten - doch als deren Eltern nicht auffindbar sind, werden die Retter auch noch zu Babysittern.

Es kommt, wie es kommen muss: Die Kinder stellen das Leben der Firefighters ordentlich auf den Kopf, privat und beruflich. Die Männer müssen lernen, das «Kinder - ähnlich wie Brände - wild und unvorhersehbar sind», wie es in den Ankündigungen zum US-Kinostart hieß.

Die Hauptrolle des Jake Carson hat John Cena übernommen, der als Wrestler weltweite Erfolge feierte und nun den muskelbepackten Babysitter spielt. Regie bei dieser überdrehten Komödie führte Andy Fickman. Der drehte zuletzt Kinofilme wie «Der Kaufhaus Cop 2» sowie Folgen der Fernsehserie «Kevin Can Wait».

- Chaos auf der Feuerwache, USA 2019, 96 Min., FSK ab 0, von Andy Fickman, mit John Cena, Keegan-Michael Key, John Leguizamo


24.02.2020 02:39:00

Wendler-Parodien: Amira Pocher wehrt sich gegen Hassmails


Der vermeintliche Beef zwischen Michael Wendler (47, "Stunde Null") und Oliver Pocher (42) sorgt dafür, dass zunehmend auch Pochers Ehefrau Amira (27) und deren gemeinsames Kind angefeindet werden. Das hat die gebürtige Österreicherin in einer Instagram-Story verraten und sich die Hater sogleich vorgeknöpft.

"Hallo ihr nicht so Lieben da draußen, die meinen, in letzter Zeit extra auf meine Seite kommen zu müssen, um mir zu sagen, was für ein schlechter Mensch ich doch sei." Wegen der Wendler-Parodien ihres Mannes werde inzwischen ihrem "Kind gewünscht, dass es später gemobbt wird". Spätestens damit sei eine Grenze überschritten worden, zumal sie selbst sehr wohl wisse, wie es ist, in der Schule gemobbt zu werden.

Auch Amira ist inzwischen genervt

Zudem verteidigt sie ihren Mann in der Story: "Ganz nebenbei empfinde ich das Ganze nicht als Mobbing. Das, was Oli macht, ist Comedy." Ihr selbst gehe der ausgeschlachtete Zwist inzwischen aber auch schon auf die Nerven, wie sie am Ende ihres Postings verrät: "Locker bleiben, am Sonntag hat das Ganze ein Ende. Zum Glück, denn ich kann es auch nicht mehr sehen." Sie spielt damit auf die geplante RTL-Show "Pocher vs. Wendler - Schluss mit lustig!" an, die am 1. März steigen soll.

Pocher zeigte sich im November 2018 zum ersten Mal mit Amira Aly. Im Mai 2019 verkündete sie ihre Schwangerschaft via Instagram. Geheiratet wurde im Oktober 2019 auf den Malediven, was das Paar ebenfalls auf der Fotoplattform dokumentierte. Am 11. November 2019 kam dann der gemeinsame Sohn auf die Welt. Für Oliver Pocher ist es der vierte Nachwuchs. Aus seiner Ehe mit Model Alessandra Meyer-Wölden (36) hat er drei weitere Kinder.


24.02.2020 02:38:00

Karneval: Diese fünf Schminkideen gehen immer


Der Rosenmontagsumzug steht kurz bevor, aber der heimische Kostümfundus hat nichts zu bieten? Kein Problem: Mit ein wenig Theaterschminke, Haarspray und Kreativität lässt sich im Nu das passende Styling für das bunte Karnevalstreiben zaubern. Diese Schminkideen sind die Rettung in letzter Sekunde.

Harley Quinn

Seit Anfang Februar treibt es Harley Quinn (Margot Robbie, 29) im Kinofilm "Birds of Prey" mal wieder bunt. Ihr Auftreten: rebellisch, wild und frech - und ganz einfach zu Hause nachzustylen. Alles, was es dazu braucht, sind schwarzer Kajal, Wimperntusche, roter Lippenstift sowie pinker und blauer Lidschatten. Mit dem Kajal zusätzlich ein kleines Herz unter das rechte Auge malen und den Schriftzug "Rotten" (dt.: "verfault") unter den Wangenknochen setzen - fertig ist der Look.

Perfektioniert wird das Styling mit zwei hohen Zöpfen, deren Spitzen dem Make-up entsprechend pink und blau eingefärbt sind. Schauspielerin Sarah Michelle Gellar (42) zeigt bei Instagram, wie's geht.

Der verrückte Hutmacher

Farbenfroh geht es auch beim verrückten Hutmacher aus "Alice im Wunderland" zu. Wer den ikonischen Look von Hollywood-Größe Johnny Depp (56) nachstylen will, benötigt weiße Theaterschminke, pinken und blauen Lidschatten sowie pinken Lippenstift und grüne Kontaktlinsen. In diesem Fall kann das Sprichwort "Mehr ist mehr" durchaus wörtlich genommen werden. Nicht umsonst trägt der Charakter mit den orangefarbenen, buschigen Augenbrauen und abstehenden Haaren seinen Namen.

Die Eiskönigin

An Fasching darf es ruhig einmal verträumt und märchenhaft zugehen: Elsa aus "Die Eiskönigin" scheint dafür genau die richtige Vorlage zu bieten. Als Make-up-Basis dient eine helle Grundierung. Um die Augen zu betonen, werden sie mit dunklem Kajal umrandet und auf die Lider kommt ein Fliederton. Wer mag, kann zudem auf eisblaue Kontaktlinsen zurückgreifen. Auf die Wangen rosa Puder und auf die Lippen ein beeriges Rot auftragen. Perfekt wird die Inszenierung mit einer hellblonden Langhaarperücke, die zu einem voluminösen Zopf geflochten ist.

Cruella de Vil

Ein echter Hingucker ist auch Cruella de Vil aus dem Disney-Klassiker "101 Dalmatiner". Nicht nur die schwarz-weißen Haare sind ein Statement, auch ihr Styling fällt dramatisch aus. Neben rotem Lippenstift sind schwarzer Kajal, grüner Lidschatten, dunkle Wimperntusche sowie ein Augenbrauenstift vonnöten, um diesen ausdrucksstarken Look nachzustylen. Grüne Ohrringe runden den Faschingsauftritt ab.


24.02.2020 02:37:26

Restaurantkette "Neni": Haya Molcho - wie diese Frau mit israelischer Küche die Gastronomie aufmischt


Der Vorname Haya bedeutet "das Leben", er stammt vom hebräischen Wort Chaim (oder auch Hayyim), prostet man jemandem zu sagt man Lechajim!, Aufs Leben! Eine Philosophie, die Haya Molcho verinnerlicht hat. Sie liebt das Leben – und das was sie tut. Gemeinsam mit ihren Söhnen betreibt sie ein familiäres Gastroimperium - Restaurants, Kochbücher, Verkauf von Produkten wie Humus und Marketing. Wenn sie davon erzählt, sprühen ihre Augen vor Energie, ihre blonden Locken tanzen, wenn sie wild gestikulierend ihre Heimat Israel beschreibt.

Hier, in ihrem Hamburger Restaurant Neni im 25hours-Hotel reißt sie einen mit, in diese Heimat, die nach eingelegten Zitronen duftet, auf eine unermüdliche Reise durch die Küchen dieser Welt und inspiriert mit einer Lebenseinstellung, in der es keine Grenzen für die eigenen Wünsche und Visionen nach oben gibt. All das ist Haya Molcho, Küchenchefin von fünf Restaurants in Wien, Berlin, Zürich und Hamburg, Kochbuchautorin, Mutter von vier Jungs, Ehefrau vom berühmten israelischen Pantomime Samy Molcho.

Haya Molcho riecht ihre Heimat durch das Essen

Hayas rumänische Eltern, beide jüdischen Glaubens, immigrierten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Israel. Ihr Vater war Zahnarzt und wurde für seine Behandlungen anstelle von Geld mit Lebensmitteln entlohnt. Kiloweise Kisten mit Tomaten, Auberginen, eingelegtem Gemüse. So musste die junge Haya Molcho, die 1955 geboren ist, gemeinsam mit ihrem Bruder von Kindesbeinen an helfen, die Produkte zu verarbeiten. Zum Essen kamen Nachbarn, Freunde und Familie. Geteilt wurde immer, bei der Menge an Lebensmitteln ging das auch nicht anders.

Als Haya neun Jahre alt war, siedelte die Familie nach Bremen über – auf Einladung der Bundesrepublik. Essen spielte bei der Familie Molcho immer eine wichtige Rolle. Wenn Haya von der Schule nach Hause lief, konnte sie schon die Küche ihrer Mutter riechen. Bis heute riecht sie ihre Heimat und auch ihre Mutter durch das Essen. Sie studierte Psychologie und lernte bald ihren Mann Samy kennen. Von da an, waren sie gemeinsam auf Reisen. Insgesamt sieben Jahre.

"Ich war immer schwanger"

Sie lebten in Indien, China, Marokko. "Wir waren wie die Zigeuner", schwelgt Haya in Erinnerungen. "Samy war auf der Bühne und ich in den Küchen. Dort habe ich die Leidenschaft fürs Kochen entdeckt und dort habe ich das erste Mal gemerkt, das bin ich." Sieben Jahre blieb das Ehepaar kinderlos. Dann brachte Haya einen Sohn nach dem anderen auf die Welt. "In sechs Jahren war ich viermal schwanger. Eigentlich war ich immer schwanger", sagt sie selbst und lacht,"aber sehr gern." Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan - der älteste Sohn ist 31, der jüngste 26 Jahre alt. Für ihre Kinder schmiss sie die größten kulinarischen Feste. Sie war wie ein bunter Vogel, es gab nie ein Fest, das einem anderen glich. Sie kochte für Hunderte von Gästen.

Neni HH Bilder"Was liebst du?" "Kochen"

Als die Kinder größer wurden - mit Ende 40 - fiel Haya Molcho in eine Lebenskrise. Sie fragte sich selbst, wer Haya eigentlich sei. Sie wollte nicht nur Mutter sein - obwohl sie diese Rollte liebte -, sondern auch sich selbst verwirklichen. Ihr Mann Samy stellte ihr schließlich die entscheidende Frage: "Was liebst du?". Darauf gab es für Haya nur eine Antwort: "Kochen". Von da an begann sie ihren Traum zu verwirklichen. Erst richtete sie eine Geburtstagsfeier für eine ihrer besten Freundinnen in Wien aus. Die bestand darauf, Haya zu bezahlen. Ein Unding für die Israeli von einer Freundin Geld zu nehmen. "Im Orient nimmt man nicht, man schenkt", so die Einstellung von Haya Molcho. Trotzdem war ihr erster bezahlter Job ein voller Erfolg. Sie kreierte eine weiße marokkanische Nacht mit riesigen Tajines, eine Art nordafrikanische Schmortöpfe.

Von diesem Moment an baute sie ihr Gastroimperium Stück für Stück auf. Sie wurde von Kunde zu Kunde weitergereicht, gründete ein Catering-Unternehmen, das einfach anders war. "Ich experimentierte mit Geschirr aus dem Orient, mit Besteck aus Indien, mit bunten, knalligen Farben - ohne dabei kitschig zu werden. Ich war eine Art Botschafterin für anders." Sie arbeitete ohne Pause, auch wenn sie an manchen Tagen die Auffahrt zu ihrem Haus in Wien auf allen Vieren hoch kriechen musste, so erschöpft war sie. Aber Haya liebte jeden Moment, den sie in ihr Catering-Unternehmen investierte.

Die Küche von Haya Molcho ist israelisch. Was das bedeutet, erzählt sie wie so oft in diesem Gespräch als kleine Anekdote: "Nach dem Zweiten Weltkrieg hat jede Mutter ihre Kultur nach Israel gebracht. Deutsche, Wiener, rumänische, türkische, marokkanische Juden. Alle haben ihr Essen mitgebracht. Die Welt war um uns. Und die Mütter haben die Küche Israels geprägt. Heute kombinieren wir diese Welt-Küche."

Der Beginn des Molcho-Gastroimperiums

Nach ein paar Jahren fühlte Haya sich bereit ein Restaurant zu betreiben, das müsste jedoch an einem Markt liegen, wie es in Tel Aviv üblich ist, in ihrer Heimat. Das war 2009. Wie der Zufall es wollte, wurde eine zweistöckige Räumlichkeit direkt am Ende des Wiener Naschmarktes frei - und Haya Molcho witterte ihre Chance. Sie wollte die Location ihren Söhnen zeigen. "Ohne meine Jungs hätte ich es nicht geschafft. Nuriel, Elior, Samy und ich waren sofort begeistert von dem Standort und dem Gebäude. Der einzige Nachteil: Überall waren Ratten und Müll. Wir haben trotzdem zugesagt. Die Leute hielten uns für verrückt", erzählt Haya Molcho. "Wir haben uns aber gesagt: Wenn wir was machen, muss es nach unseren Wünschen sein. Wir haben nicht gespart und nur mit den besten Designern und Architekten zusammengearbeitet. Unser Slogan war: Komm nach Hause, bevor du nach Hause gehst. Das war unser Anspruch."

Finanziert wurde das erste Restaurant Neni wie Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan, die Anfangsbuchstaben der Vornamen von Hayas Söhnen, fast ausschließlich von der Bank, obwohl sie Quereinsteiger waren. "Wir haben sie mit unserem Konzept, unserer Vision überzeugt und haben Humus zur Verhandlung mitgebracht." Als das Neni dann eröffnete, hagelte es Kritik. Die Erwartungen an ein Restaurant, das von der Frau und den Kindern des berühmten Pantomime Samy Molcho geführt wurde, waren groß. Zu groß. Haya und ihre Kinder waren noch nicht bereit.

Erfolg heißt auch, dass es nicht immer leicht ist 

Erfolg heißt im Hebräischen "Hazlacha", das so viel bedeutet wie über die Ufer zu gehen. Das heißt aber auch, dass es Strömungen gibt und es nicht immer leicht ist. So sinnbildlich erklärt Haya Molcho ihren Weg zum Erfolg. Und sie lernten aus ihren Fehlern. Zuerst waren die Kellner nur Freunde, bald kamen ausgebildete Servicekräfte dazu. Genauso wie bei den Köchen. Die ersten Gäste bekamen ihr Essen umsonst. Der New-York-Cheesecake, der mittlerweile der Renner im Neni ist, war eine Art Entschuldigungs-Kuchen. Auch dieser ging zu Beginn aufs Haus. "Heute sind wir keine Quereinsteiger mehr. Aber immer noch Querdenker." Für Haya und ihre Kinder war es vor allem am Anfang wichtig, auch Nein sagen zu können, aus Fehlern zu lernen, miteinander zu sprechen, aber auch zu weinen.

Heute führen sie nicht nur ein Restaurant, sondern fünf. Ein weiteres Neni in Berlin, in Hamburg und in Zürich. Außerdem die Tel Aviv Beach Bar in Wien. Köln und München folgen. Und Barcelona ist sogar im Gespräch. Anfangs arbeiteten sie chaotisch ohne Struktur. Dann wurden ihre Rollen klarer. Heute ist Nuriel für Social-Media und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, Elior kümmert sich um das Catering, Nadiv lässt sich von kulinarischen Erlebnissen inspirieren und macht Filme, er ist der einzige, der nicht aktiv im Unternehmen ist, und Ilan kümmert sich um die Herstellung, Koordinierung der Logistik und die Auslieferung der Neni-Produkte, außerdem ist er für die Finanzen zuständig.

Ohne die Familie wäre das Neni heute nicht das, was es ist

Was Haya immer wieder betont und ihr außerordentlich wichtig ist, dass das Gastroimperium ein Familienunternehmen ist. Allein hätte sie das, was das Neni heute ist, nicht auf die Beine gestellt. Auch ihr Mann war ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung, auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Pantomime setzte er Prioritäten und entschied sich für Haya und seine Kinder. Er legte seinen Beruf auf Eis. 

Den Erfolg erklärt sich Haya auch dadurch, dass sie das Unternehmen und die Mitarbeiter als Familie sieht. "Ohne deine Mitarbeiter bist du gar nichts. Meine Köche werden von mir nie runtergeputzt. Man kann sich auch Respekt verdienen, indem man menschlich bleibt. Wir sind Herzensmenschen."  

 


24.02.2020 02:36:20

Börse in Frankfurt öffnet wegen Coronavirus tief im Minus


Die Angst vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa hat am Montag die Kurse an den europäischen Börsen absacken lassen. In Frankfurt am Main öffnete der Handel am Morgen tief im Minus, der Dax gab um 2,9 Prozent nach. In London sank das Börsenbarometer FTSE 100 um 2,2 Prozent, in Paris gab der CAC der 40 größten Unternehmen ebenfalls um 2,9 Prozent zum Schlusskurs am Freitag nach.

In Italien stürzte das Börsenbarometer in Mailand um 4,2 Prozent ab. Italien hat sich zuletzt zum größten Herd des neuartigen Virus in Europa entwickelt. Mehr als 150 Ansteckungsfälle wurden dort inzwischen nachgewiesen, mindestens drei Menschen starben an der Infektion.


24.02.2020 02:35:00

Bürgerschaftswahl: "Am Hamburger Ergebnis sollte sich Deutschland verdammt noch mal ein Beispiel nehmen"


Kann die Bundes-SPD von ihren Hamburger Genossen lernen? Wie viel Schuld trägt die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen am schlechten Abschneiden von CDU und FDP? Und ist der Höhenflug der AfD beendet?

Alle Entwicklungen am Tag nach der Wahl in Hamburg lesen Sie hier im stern-Ticker.

Das Ergebnis der Wahl, die Sitzverteilung in der Bürgerschaft und einen Koalitionsrechner finden Sie hier.

Die Kommentatoren der deutschen Medien sind sich vor allem in einem einig: Die Bürgerschaftswahl in Hamburg strahlt bis nach Berlin aus – und könnte noch für einige Unruhe in der Bundespolitik sorgen. Die Pressestimmen im Überblick:

Pressestimmen zur Wahl in Hamburg

"Hamburger Abendblatt": "Die SPD kann noch gewinnen. Das ist die gute Nachricht für die neuen Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Die schlechte: Sie haben zum Sieg von Peter Tschentscher ungefähr so viel beigetragen wie zum Triumph des FC St. Pauli im Volksparkstadion – also nichts. Die Hamburger SPD hatte ihre neuen Parteispitze aus dem eigenen Wahlkampf konsequent heraus gehalten. (...) Die SPD kann noch Volkspartei, wenn sie es denn will und nicht als 13-Prozent-Sekte nur 100-prozentige Sozialdemokraten um sich schart, sondern auch Unternehmer, Bürger, Liberale und Umweltbewegte anspricht. Die SPD hätte sogar eine Chance aufs Kanzleramt, wenn sie Kandidaten der Mitte wie Olaf Scholz nach vorne schiebt."

Frohe Botschaft aus Hamburg - Kommentar Stand: 23.15

"Hamburger Morgenpost": "Selbst der historische Wahl-Eklat in Thüringen, wo FDP-Mann Kemmerich mithilfe der AfD kurzzeitig zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, hat Tausende Hamburger nicht davon abgehalten, für die AfD zu stimmen. Was stimmt nicht mit diesen Hamburgern? (...) Hamburg hat die Chance vertan, das zu verhindern – besonders in einigen Stadtteile haben die Menschen offensichtlich nicht verstanden, welche Gefahr die AfD für unsere Demokratie darstellt."

Norddeutscher Rundfunk: "CDU und FDP haben die Quittung dafür erhalten, dass sie sich bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen zunächst zum Steigbügelhalter einer rechtsnationalen AfD gemacht haben. Das hat ihnen geschadet. Die FDP musste lange um den Einzug in die Bürgerschaft zittern. Der Schlingerkurs ihres Vorsitzenden Christian Lindner in den vergangenen Wochen wurde für die Liberalen in Hamburg zu einer schweren Hypothek. Für das historisch beispiellos schlechte Abschneiden der CDU reichen die Thüringer Vorgänge mit all ihren Konsequenzen für die Partei allein aber nicht als Erklärungsmuster. Die Christdemokraten haben es im traditionell sozialdemokratisch regierten Hamburg verpasst, ein attraktives inhaltliches und auch personelles Angebot für Großstädter zu entwickeln."

"Süddeutsche Zeitung" (München): "Der Stadtstaat ist ein Biotop für sich, vor allem ist er kein AfD-Biotop. Weltoffenheit und Kammerton gehören zu der alten Handelsstadt im Norden so wie die Gezeiten zum Meer. Die Ausgangsbasis der AfD dort waren 6,1 Prozent, und selbst die hat sie nicht halten können: Zum ersten Mal wohl haben die Auftritte etlicher ihrer Repräsentanten abschreckend auf bisherige Wähler gewirkt. Die Annahme wäre zwar verwegen, dass es bei der AfD bald auch in ganz anderen Biotopen um die parlamentarische Existenz gehen könnte. Doch dass die Feinde der liberalen Demokratie an Grenzen geraten – dies immerhin wird deutlich."

"Die Tageszeitung"(Berlin): "Das Hamburger Ergebnis sagt erst mal nur etwas über Hamburg – aber was es sagt, daran sollte sich Deutschland verdammt noch mal ein Beispiel nehmen. In dieser Stadt haben die Menschen am Sonntag dokumentiert, dass sie ihre Demokratie stabil halten wollen. Dass sie zugleich endlich mit der Zukunft anfangen möchten, zuvorderst mit Umwelt- und Klimaschutz, denn ausweislich der Wahlnachfragen am Sonntag ist dies das wichtigste Thema, mit Abstand."

"Die Welt" (Berlin): "In Hamburg hat die alte Olaf-Scholz-SPD gesiegt – eine SPD, die Kapitalismus und Sozialstaat kann, die wirtschaftspolitische Vernunft und ökologische Verantwortung nicht als Gegensatz begreift und Steuern nicht zwanghaft mit dem Wort 'Erhöhung' kombiniert. Blöd nur, dass diese SPD von der eigenen Basis im vergangenen Jahr abgewählt worden ist. Und so stehen die Sozialdemokraten vor ihrem ganz eigenen Unvereinbarkeitsproblem: So wie die Genossen ihre Partei haben wollen, wollen die Wähler sie nicht. Soll die SPD überhaupt noch auf Bundesebene eine Rolle spielen, wird sie die Frage beantworten müssen, für wen sie Politik macht: für ihre eigenen Leute oder auch für die Leute da draußen."

"Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Über diese Jahre ist die Zeit längst hinweggegangen. Die SPD vermag es, mit einer ökonomisch, sozial und inzwischen auch ökologisch sensiblen Stadtpolitik wieder schichtenübergreifend Wähler an sich zu binden. Auch die Grünen haben gelernt, was sich in einer Verdoppelung ihres Stimmenanteils niederschlug. Sie können Wissenschaft und damit etwas, was vielleicht mehr zur Bewältigung des Klimawandels beiträgt als alle Verbote. Den Stimmenanteilen nach verkörpert Rot-Grün das Lebensgefühl von zwei Dritteln der Wähler. Für die Opposition in der Sechs-Parteien-Bürgerschaft war alleine angesichts dieser Konstellation nichts zu gewinnen."

"Der Spiegel"(Hamburg): "Ein Wahlergebnis in der Größenordnung von knapp 40 Prozent konnte Tschentscher auch deshalb erreichen, weil er in Hamburg eine Partei hinter sich hat, die sich im Wahlkampf geschlossen hinter ihrem Spitzenkandidaten versammelte. Diese Wahlkampfstrategie ist aufgegangen: 'Hamburg gut regieren' war der Slogan, den die SPD kurz vor der Wahl noch plakatierte. Zudem profitierte die SPD davon, dass die über 69 Jahre alten Hanseatinnen und Hanseaten die größte Gruppe unter den Wahlberechtigten stellten – die sozialdemokratische Stammwählerschaft. Für die Grünen haben aus dieser Altersgruppe keine zehn Prozent gestimmt. (...) Sie können die Union, die als einzige Partei in Umfragen (auf Bundesebene, Anm. d. Red.) noch vor ihnen liegt, beim Klimaschutz vor sich hertreiben und deutlich machen, dass sie ein anderes Tempo vorlegen würden im Kampf gegen die Erderwärmung und die Umstellung auf ökologisches Wirtschaften. Sie haben dazu zudem zwei sehr populäre Vorsitzende zur Auswahl für eine Kanzlerkandidatur. Das Ergebnis ihrer Hamburger Parteifreunde dürfte sie beflügeln."


24.02.2020 02:26:05

Video: Lange Schlange: Mundschutz zum halben Preis


In Südkorea herrscht die höchste Alarmstufe wegen des Coronavirus.




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